Durchsuchungen und Festnahmen: Aktuell Anti-Mafia-Operation auch im Saarland

Saarbrücken: Die Ermittler rückten im Morgengrauen an. Am heutigen Dienstagmorgen kommt es in mehreren deutschen Bundesländern zu Anti-Mafia-Razzien. Auch im Saarland ist die Polizei vor Ort und setzt Durchsuchungsbeschlüsse um. Weitere betroffene Bundesländer sind das benachbarte Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wo der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt. Hunderte Polizeibeamte sind im Einsatz, es soll auch Festnahmen gegeben haben.

Wie viele genau und ob auch im Saarland die Handschellen geklickt haben, ist noch nicht bekannt. Auch, worum genau es geht, wird derzeit noch nicht bekannt gegeben. Nur so viel: An den Maßnahmen sind auch Ermittler aus Italien beteiligt. Demnach geht es um organisierte Kriminalität, was von Drogendelikten über Geldwäsche bis hin zu Betrugstaten oder Schutzgelderpressung so ziemlich alles sein kann.

In Baden-Württemberg, von wo aus die Ermittlungen koordiniert werden, läuft die Razzia in gleich mehreren Landkreisen, darunter der Rems-Murr-Kreis, der Kreis Ludwigsburg sowie der Großraum Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Aalen wollen am Nachmittag die Hintergründe für die Aktion und die Ergebnisse der Razzien präsentieren. Dazu ist um 14 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz anberaumt worden.

Im Saarland hat es in der Vergangenheit bereits öfter Anti-Mafia-Einsätze gegeben. Unser ruhiges Bundesland wird gerne als Rückzugsort für untergetauchte Kriminelle genutzt, es hat in den letzten Jahren mehrfach Festnahmen von gesuchten Mafia-Mitgliedern hier gegeben. Bei der europaweiten Operation Eureka im Jahr 2023 lag einer der Schwerpunkte im Saarland: Ein Eiscafé in Saarlouis wurde damals von der Polizei leer geräumt, der Betreiber und ein mutmaßlicher Komplize festgenommen. Die beiden wurden in Italien vor Gericht gestellt.