Saarlouis: Einsatz für Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, den Rettungsdienst und die Polizei am heutigen Neujahrstag in Saarlouis. Am Nachmittag gibt es in der Schulstraße im Stadtteil Roden einen weithin hörbaren Knall, besorgte Anwohner wählen umgehend den Notruf. In einer Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus ist es zu einer Explosion gekommen. Durch die Wucht der Detonation ist unter anderem eine Zimmertür herausgerissen worden, die Bausubstanz hat Risse davongetragen.
Die ersten Einsatzkräfte sind schnell vor Ort und können herausfinden, dass es sich nicht etwa um eine Feuerwerksexplosion handelt. Vielmehr ist offensichtlich die Gaskartusche eines Campingkochers in die Luft geflogen. Eine Person ist verletzt worden und wird vom Rettungsdienst behandelt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Verletzungen glücklicherweise nicht schwerwiegend. Der Löschbezirk Ost der Freiwilligen Feuerwehr sowie ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks aus dem Ortsverband Saarwellingen werden gegen 16 Uhr hinzugezogen.
Der Bauexperte soll die Stabilität des Gebäudes einschätzen. Feuerwehrsprecher Pascal Fontaine: „Wir sind ebenfalls hinzugerufen worden, um die Arbeiten gegebenenfalls zu unterstützen.“ Sein Urteil: Die Dachgeschosswohnung kann wegen massiver Sicherheitsbedenken erst einmal nicht mehr bewohnt werden. Die Polizei spricht daraufhin ein Betretungsverbot aus, der Bewohner kann sich allerdings schnell selbst eine anderweitige Bleibe organisieren. Während des Einsatzes wird die Schulstraße von der Polizei zwischen der Lindenstraße und der Donatusstraße für den Verkehr vollständig gesperrt.
Ortskundige Autofahrer bittet die Polizei, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Mittlerweile ist die Sperrung wieder aufgehoben. Die Polizei hat derweil erste Ermittlungen dazu aufgenommen, wieso es zu der Explosion gekommen ist. Ergebnisse hierzu oder zum entstandenen Sachschaden liegen derzeit aber noch nicht vor.
