Saarbrücken/Spicheren: Grausige Entdeckung zu Wochenbeginn in einem Waldstück an der deutsch-französischen Grenze. Am Dienstag finden Waldarbeiter eine leblose Person auf, für die jede Hilfe zu spät kommt: Der Mann ist bereits tot. Die Saar-Polizei wird eingeschaltet und die Beamten finden schnell heraus, dass der Tote aus dem Nachbarland stammt. Der 35 Jahre alte Mann hat in Spicheren gelebt, der 3.000-Seelen-Ort grenzt direkt an die saarländische Landeshauptstadt.
Schon am vergangenen Wochenende ist der Mann von Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Die französische Polizei hat auf ihrer Seite der Grenze größere Suchaktionen nach dem Vermissten gestartet. Zuletzt lebend gesehen wird der 35-Jährige am 28 Dezember, also vergangenen Sonntag, als er mit seinem Hund Gassi gehen will. Als er nicht mehr nach Hause zurückkehrt, werden sich die Behörden eingeschaltet. Da der Fundort auf deutschem Gebiet liegt, hat die Landespolizeidirektion die Ermittlungen übernommen.
Bislang haben die Beamten die Bevölkerung aber noch nicht über den Fall informiert. So ist aktuell auch noch unklar, wie der Mann ums Leben gekommen ist und ob es sich hier möglicherweise um ein Verbrechen handelt. Aktuell wird in alle Richtungen ermittelt. In Kürze soll eine Obduktion der Leiche am Rechtsmedizinischen Institut der Uniklinik in Homburg stattfinden. Bei der Leichenschau soll geklärt werden, auf welche Weise der Mann ums Leben gekommen ist.
Ob der Hund, den der Mann mit sich geführt hat, mittlerweile aufgefunden worden ist, ist nicht bekannt. Der französischen Tageszeitung „Le Republicain Lorrain“ gegenüber äußert sich ein Behördensprecher äußerst zurückhaltend: „Aus taktischen Gründen im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gibt die Landespolizeidirektion derzeit keine Auskunft“, heißt es dort. Die Ertmittlungen laufen weiter.
