Saarbrücken/Neunkirchen: Nachdem es im Zeitraum vom 2. Januar bis zum 11. Januar insgesamt drei Brandstiftungen in der Neunkircher Innenstadt gegeben hat, kann die Polizei jetzt einen Tatverdächtigen präsentieren. In zwei Fällen ist der Eingangsbereich der Christuskirche am Unteren Markt zum Ziel der Brandanschläge geworden, wobei jeweils Wurfbrandsätze mit flüssigem Brandbeschleuniger, sogenannte Molotowcocktails, verwendet worden sind.
Am heutigen Mittwoch nehmen die Einsatzkräfte schließlich einen Tatverdächtigen vorläufig fest. Es handelt sich um einen 45 Jahre alten Mann aus dem Stadtgebiet. Der Festnahme voraus gehen umfangreiche und eng abgestimmte Ermittlungsmaßnahmen der Polizeiinspektion Neunkirchen sowie der Fachdienststelle für Branddelikte beim Landeskriminalamt in Saarbrücken, durch die es den Fahndern letztlich gelingt, den 45-Jährigen als Beschuldigten zu ermitteln.
Im Rahmen von Durchsuchungsmaßnahmen am heutigen Tag stellen die Beamten umfangreiche Beweismittel sicher und lassen die Handschellen klicken. Der Vorwurf: Verdacht der zum Teil versuchten schweren Brandstiftung in drei Fällen. Der Mann wird nun dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der über die Anordnung von Untersuchungshaft oder unter Umständen auch eine zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung entscheidet.
Zum Motiv machen die Ermittler bislang keine Angaben. So bleibt unklar, ob etwa Christenfeindlichkeit bei den Taten eine Rolle gespielt haben könnte. Innenminister Reinhold Jost (SPD) lobt die gute und professionelle Arbeit der Landespolizeidirektion: „Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Dienststellen, konnte zügig ein Tatverdächtiger ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren motivierten und engagierten Einsatz.“
