Im Nachbarort von Wadern: Toter Wolf in Kapelle entdeckt

Polizeipräsidium Neubrandenburg / Symbolbild

Waldweiler: Ungewöhnliche Entdeckung in einer Kapelle in einem Grenzort zum Saarland. Im rheinland-pfälzischen Waldweiler, einer Ortsgemeinde, die direkt an das saarländische Wadern grenzt, ist ein toter Wolf entdeckt worden. Das offensichtlich verletzte und blutende Raubtier hat sich aus einem verschneiten Waldstück in eine kleine Kapelle geschleppt. Dort ist das Tier schließlich bei eisigen Temperaturen verendet.

Nach Angaben von Anwohnern haben zwei Touristen das tote Tier am Sonntagnachmittag in der Kapelle am Brandweiher entdeckt. Die Polizei Polizei sowie eine spezielle Wolfsbeauftragte werden daraufhin alarmiert und in den 800-Seelen-Ort entsandt. Bei einer Begutachtung wird zweifelsfrei festgestellt, dass es sich nicht etwa um einen Hund, sondern tatsächlich um einen Wolf handelt. Der Kadaver wird verpackt und mit einem Fahrzeug abtransportiert. Aktuell liegt der tote Wolf in einer Konservierungsstätte. Für die Polizei ist der Fall damit erledigt. Es liegt offenbar keine Straftat vor, weitere Ermittlungen müssen nicht angestellt werden.

Vermutlich ist das Jungtier an der B 407 angefahren worden und hat sich danach davongeschleppt. Ein entsprechender Zusammenstoß ist der Polizei allerdings nicht von Fahrzeugführern gemeldet worden. Um die genaue Todesursache zu klären, soll der Leichnam des Wolfs nun genauer untersucht und einer Obduktion unterzogen werden. Wo das Tier herkommt, darüber haben Wolfsexperten aus Rheinland-Pfalz dagegen nähere Kenntnisse:

In dem Gebiet um den Fundort in Waldweiler ist ein Wolfsrudel ansässig, das sogenannte Hochwald-Rudel. Es besteht nach letzten Erkenntnissen aus einem Elternpaar sowie mehreren Jungtieren. Wie viele Welpen genau es sind, ist nicht ganz klar. In den Jahren 2024 und 2025 hat das Elternpaar jeweils mindestens vier Welpen bekommen und großgezogen.