Rofu Kinderland insolvent: Das passiert mit den Filialen im Saarland

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Hoppstädten-Weiersbach: Unzählige Kinderaugen sind hier in mehr als vier Jahrzehnten zum Strahlen gebracht worden. Eltern, die selbst schon ihre Spielsachen hier bekommen haben, kaufen heute für ihre eigenen Kinder dort ein. Die Rede ist vom Rofu Kinderland, einem familiengeführten Handelsunternehmen für Spielwaren mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz.

Das 1984 gegründete und nach Rolf Fuchs benannte Unternehmen hat aktuell mehr als 100 Spielwarensupermärkte in sieben Bundesländern. Besonders viele sind es, gemessen an der kleinen Fläche, im Saarland: Rofu betreibt Filialen, teilweise seit Jahrzehnten schon, In den Rohrwiesen in Homburg, in der Haagstraße in Losheim am See, Am Gneisenauflöz in Neunkirchen, in der Bahnhofstraße in Perl, Am Torhaus in Saarbrücken, in der Carl-Zeiss-Straße in  Saarlouis, in der Oststraße in St. Ingbert, in der Linxweilerstraße in St. Wendel sowie im Saarwiesenweg in Völklingen.

Doch plötzlich ist die Zukunft des Spielzeughändlers, und damit auch die von rund 2.000 Jobs, ungewiss. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet, wie am gestrigen Mittwoch bekannt geworden ist. Die soll in Eigenverwaltung abgewickelt werden, also ohne dass ein vom Gericht bestellt der Insolvenzverwalter bestimmt, wie es mit der Firma weitergeht. Das zuständige Amtsgericht Idar-Oberstein hat bereits am 19. Januar das vorläufige Verfahren angeordnet. Als Hauptgründe für die wirtschaftliche Schieflage nennt Rofu in einer Mitteilung unter anderem gestiegene Kosten, einen harten Wettbewerb und anhaltende Konsumzurückhaltung.

Der Betrieb in den Filialen soll zunächst ganz normal weiterlaufen. Derzeit kommt es immer wieder zu tageweise Schließungen von einzelnen Rofu-Märkten. Das hat aber nicht direkt etwas mit dem Insolvenzverfahren zu tun, sondern mit Inventur arbeiten. So bleibt am heutigen Donnerstag im Saarland die Filiale in Neunkirchen geschlossen. Morgen wird dann der Laden in Perl planmäßiger für einen Tag lang nicht öffnen. Nun heißt es hoffen, dass auch in Zukunft Kinderaugen im Rofu strahlen werden.