Pfefferspray und Schlagstöcke: rechte und linke Demo in Saarbrücken

Symbolbild

Saarbrücken: In der Landeshauptstadt Saarbrücken ist es am heutigen Samstag im Zusammenhang mit zwei politischen Versammlungen zu erheblichen Spannungen gekommen. Was zunächst als kleiner Demonstrationszug angekündigt war, entwickelte sich im Laufe des Nachmittags zu einem umfangreichen Polizeieinsatz mit mehreren Einsatzschwerpunkten im Innenstadtbereich.

Parallel zu einem angemeldeten Aufzug aus dem rechten politischen Spektrum fand eine größere Gegenkundgebung statt. Während sich der Demonstrationszug zunächst in Bewegung setzte, sammelten sich entlang der Route zahlreiche Gegendemonstranten. In der Folge kam es mehrfach zu Blockadeversuchen, bei denen unter anderem Mülltonnen, Sitzgelegenheiten und andere Gegenstände auf der Straße platziert wurden.

Die Polizei griff wiederholt ein, um die Versammlungen räumlich zu trennen und den Aufzug fortzuführen. Im weiteren Verlauf spitzte sich die Situation an mehreren Stellen zu. Nach Angaben der Polizei kam es zeitweise zu unübersichtlichen Lagen, in denen Gruppen aus unterschiedlichen politischen Lagern dicht aufeinandertrafen.

Einsatzkräfte mussten Sitzblockaden auflösen und Personen zurückdrängen. Dabei wurden vereinzelt Zwangsmittel eingesetzt, darunter auch Pfefferspray und Schlagstöcke. Zudem meldete die Polizei Angriffe auf Beamte, ohne dass es dabei zu Verletzten gekommen sei.

Gegen Ende des Einsatzes beruhigte sich die Lage allmählich, nachdem es den Einsatzkräften gelungen war, die Gruppen klar voneinander zu trennen. Die Polizei begleitete den kleineren Demonstrationszug schließlich aus dem Innenstadtbereich. Nach aktuellem Stand wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Landfriedensbruch und Beleidigung. Zudem wird gegen einen Teilnehmer des rechten Aufzugs ermittelt, da er mutmaßlich einen verbotenen Gruß gezeigt haben soll.