Von Fahrgast angegriffen: Zugbegleiter ringt mit dem Tod

Landstuhl/Homburg: Angriff auf einen Bahnmitarbeiter! Am gestrigen Montagabend ist der Regionalexpress 4131 aus Heidelberg kommend in Richtung Koblenz unterwegs. Dabei hält der Zug planmäßig auch mehrfach im Saarland, genauer gesagt in Homburg, St. Ingbert, Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Dillingen, Merzig und Mettlach. Zwischen dem Halt im Bahnhof Landstuhl und dem saarländischen Homburg kommt es unbestätigten Angaben von Leserreportern zufolge zu einem Angriff auf den Zugbegleiter.

Er wird diesen Angaben nach völlig unvermittelt von einem aggressiven Fahrgast angegriffen. Der Zug hält im Hauptbahnhof in Homburg, der schwer verletzte Bahnmitarbeiter soll dort vom Rettungsdienst in Empfang genommen und notärztlich behandelt worden sein. Nachfrage bei der Bundespolizeidirektion in Koblenz. David Vetter von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Bundespolizeidirektion Koblenz bestätigt, dass es einen Vorfall gegeben hat. Aufgrund der Art des Delikts lägen die Ermittlungen aber aktuell bei der Landespolizei. Eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Saarbrücken erklärt auf Nachfrage, dass die Ermittlungen zunächst tatsächlich von den Kollegen im Saarland geführt worden seien.

Da sich das Tatgeschehen näheren Nachforschungen zufolge jedoch im benachbarten Rheinland-Pfalz zugetragen habe, sei das dortige Polizeipräsidium Westpfalz mit Sitz in Kaiserslautern für den Fall zuständig. Eine Sprecherin dort erklärt: „Nach den bisherigen Ermittlungen kontrollierte der 36-jährige Zugbegleiter einen Reisenden, der keinen gültigen Fahrschein vorzeigte. Als der Mann deswegen des Zuges verwiesen werden sollte, griff er den Bediensteten unvermittelt an. Hierbei erlitt der Zugbegleiter lebensbedrohliche Verletzungen und musste vor Ort reanimiert werden.“

Andere Fahrgäste alarmieren demnach die Polizei und leisten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Erste Hilfe. Der Schwerverletzte wird vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 26-jährige Angreifer wird von Kräften der Saar-Polizei und der Bundespolizei festgenommen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags laufen bei der Kriminaldirektion Kaiserslautern des Polizeipräsidiums Westpfalz. Der Tatverdächtige soll noch am heutigen Dienstag einem Richter beim Amtsgericht Zweibrücken vorgeführt werden.