Berlin: Australien hat es vorgemacht, aktuell will Spanien als erstes europäisches Land nachziehen und soziale Medien für Kinder verbieten. Nun gibt es auch einen ersten Vorschlag aus Deutschland dazu. Das berichtet aktuell die BILD-Zeitung. Demnach gibt es einen entsprechenden Antrag des Landesverbands Schleswig-Holstein, der beim nächsten CDU-Parteitag ab dem 20. Februar eingereicht werden soll. Bei der Bundes-CDU findet der Vorschlag bereits ersten Anklang.
So wird Partei-Generalsekretär Carsten Linnemann zitiert mit den Worten: „Ich bin für Social Media ab 16. Kinder haben ein Recht auf Kindheit. Wir müssen Kinder auch in der digitalen Welt vor Hass, Gewalt, Verbrechen und manipulativer Desinformation schützen. In sozialen Netzwerken sind sie Inhalten ausgeliefert, die sie nicht einordnen und verarbeiten können.“ Sollte der Antrag auf dem CDU-Parteitag durchkommen, könnte die an der Regierung befindliche Union ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen, falls der Koalitionspartner SPD mitspielt.
Das Verbot soll insbesondere für die Plattformen Facebook, Instagram und TikTok gelten. Aber auch andere soziale Medien, wie das bei Kindern und Jugendlichen beliebte Snapchat, könnten dann davon betroffen sein. Grund für den Wunsch des staatlichen Einschreitens: Kinder, die viel in sozialen Netzwerken unterwegs sind, leiden nach Angaben von Linnemann „zunehmend an Depressionen und Vereinsamung, die soziale Kompetenz nimmt ab. Denn wer nur noch im Netz das Sozialisieren erlernt, verlernt es in der Realität.“
Umgesetzt werden soll das Verbot dem Antrag zufolge durch eine Altersverifikation, die sicherstellt, dass die Nutrzer mindestens 16 Jahre alt sind. Nur so soll es einen „wirksamen Schutz für Kinder und Jugendliche vor den Auswirkungen von Hass und Hetze, vor psychischem Druck, Mobbing oder dem Einfluss schädlicher Inhalte im Netz“ geben.
