Sechs Verletzte bei Verfolgungsjagd: Flüchtige sind offenbar Einbrecherbande

Trier/Losheim: Zu der Verfolgungsjagd mit anschließendem Verkehrsunfall in Losheim (wir berichteten bereits) hat die Polizei nun erste Details bekanntgegeben. Demnach ist dem Unfall ein Einbruch in Trier vorausgegangen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kommt es gegen 21.30 Uhr im rheinland-pfälzischen Trier zu einem versuchten Einbruch in ein Wohnhaus. Die Polizei wird alarmiert, ohne Beute flüchten die Täter mit einem Auto über die B 268 in Richtung Saarland.

Nach mehr als 30 Kilometern Flucht wird der Wagen schließlich im Rahmen der Fahndung von Kräften der rheinland-pfälzischen Polizei entdeckt. Der Fahrer missachtet jedoch sämtliche Anhaltesignale und setzt seine Flucht mit hoher Geschwindigkeit in Richtung saarländische Grenze fort. Daher werden auch saarländische Polizeikräfte zur Unterstützung alarmiert. Bei der Verfolgung durch die Polizei kommt der Wagen auf der Bundesstraße in Höhe des Losheimer Stausees von der Straße ab, als der Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit beim Abbiegen auf die L 158 die Kontrolle verliert.

Das Auto prallt erst gegen mehrere Schutzplanken, dann frontal in einen Baum. Der dahinter fahrende Streifenwagen kann dem Fluchtwagen zwar noch ausweichen, kracht in Höhe der Einmündung aber auch frontal in ein Hindernis. Alle vier Insassen aus dem verfolgten Wagen steigen aus und setzen ihre Flucht zu Fuß fort. Drei davon kommen allerdings nicht weit: Sie werden von den Beamten aus dem verunglückten Streifenwagen gestellt und festgenommen. Der vierte Insasse entkommt zunächst, wird aber nach kurzer Zeit von Kräften der saarländischen Verkehrspolizei festgenommen.

Alle vier Flüchtigen sind verletzt, zwei davon schwer. Sie werden mit Polizeibegleitung von Rettungskräften in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die beiden Beamten der rheinland-pfälzischen Polizei werden glücklicherweise nur leicht verletzt und können das Krankenhaus nach kurzer Behandlung wieder verlassen. An beiden Fahrzeugen entsteht Totalschaden, Abschleppdienste müssen sie abtransportieren. Die Identität der mutmaßlichen Einbrecher ist noch nicht geklärt. Beim Fahrer besteht Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren ist, daher wird ihm eine Blutprobe entnommen. Die Ermittlungen laufen.