Mainz: Nach dem Himmelsleuchten, das am heutigen Sonntagabend auch über dem Saarland zu sehen gewesen ist (wir berichteten exklusiv), sind offensichtlich Trümmerteile bis auf die Erdoberfläche geflogen. Ein Polizeisprecher aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz hat auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, dass Teile in mehreren Fällen Schäden an Dächern und Hausfassaden angerichtet haben.
Unter anderem hat es Schadensmeldungen aus der Eifel, dem Raum Koblenz und dem Hunsrück gegeben. Letzterer liegt zu einem geringen Teil auch im nördlichen Saarland, aus unserem Bundesland sind aber aktuell noch keine Schadensmeldungen bekannt. Um 18.55 Uhr war ein leuchtendes Objekt am Himmel zu sehen, danach mehrere Lichtblitze. Mittlerweile herrscht etwas mehr Klarheit darüber, worum es sich bei dem Leuchten gehandelt hat.
Der BILD-Zeitung gegenüber erklärt ein Sprecher des nationalen Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum in Nordrhein-Westfalen: „Wir wissen, dass es ein Meteor oder Meteorit gewesen ist, ob es dazu noch nähere Informationen geben wird, kann derzeit nicht gesagt werden.“ Weitere Entwarnung für besorgte Bürger gibt es derweil von der Polizei aus Kaiserslautern. Die Beamten melden, dass es in Abstimmung mit der Military Police der Ramstein Air Base keinerlei Hinweise auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis gebe.
Die Polizei weiter: „Fachliche Einschätzungen gehen vielmehr davon aus, dass es sich um ein natürliches oder technisches Himmelsphänomen gehandelt haben dürfte. Auch der Deutsche Wetterdienst hält beispielsweise das Auftreten eines Meteoriten für möglich.“ Die Beamten kommen zu dem Fazit: „Aus polizeilicher Sicht besteht kein Anlass zur Sorge.“ Die Saar-Polizei, bei der wie in Rheinland-Pfalz etliche Notrufe eingegangen sind, hat die Öffentlichkeit bislang noch nicht informiert.
