Mutmaßlich bewaffneter Mann löst SEK-Einsatz in Völklingen aus

Völklingen: Auf dem Heidstock in Völklingen kommt es am heutigen Donnerstag zu einem Großeinsatz für die Polizei. Gegen Mittag verschanzt sich ein Mann, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befindet, in einem Wohnhaus in der Forststraße.

Es steht zu befürchten, dass er sich etwas antun könnte. Außerdem wird vermutet, dass der Mann bewaffnet sein könnte. Die Polizei rückt mit starken Kräften aus Völklingen und der besonders geschulten und ausgerüsteten Operativen Einheit zum Ort des Geschehens aus. Die Forststraße wird zwischen den Einmündungen zur Rudolfstraße und zur Burgstraße für den Verkehr und für Fußgänger gesperrt.

Bewohner, die in ihre Häuser wollen, dürfen nicht durch. Später wird die Sperrung auch auf Teile der Burgstraße ausgeweitet. Die Anwohner dort werden angehalten, sich von ihren Fenstern fernzuhalten. Kurz nach 14 Uhr trifft das Spezialeinsatzkommando aus Saarbrücken vor Ort ein. Auch besonders geschulte Experten der Verhandlungsgruppe rücken aus. Sie können allerdings zunächst keinen Kontakt zu dem Mann im Haus aufnehmen. Allerdings meldet er sich irgendwann über den Notruf 110 bei der Führungs- und Lagezentrale der Polizei. Die Beamten am Telefon versuchen, den Mann zur Aufgabe zu bewegen.

Das misslingt zunächst jedoch. Stattdessen wird vereinbart, dass sich der Mann später noch einmal bei den Beamten melden soll. Die Elitebeamten des Spezialeinsatzkommandos bereiten sich derweil auf einen gewaltsamen Zugriff vor. Sie legen kugelsichere Westen und Schutzhelme an, bereiten Schnellfeuerwaffen vor. Zwei unauffällige, gepanzerte Fahrzeuge in Zivil werden vor der Straße in Stellung gebracht. Eins dieser Fahrzeuge fährt schließlich mit Schrittgeschwindigkeit in die Forststraße, dahinter mehrere SEK-Beamte, die Deckung suchen. Kurz vor 15 Uhr wird dann offenbar Entwarnung gegeben. Wie die Sache ausgegangen ist, ist derzeit noch nicht bekannt.