US-Vizepräsident an Bord: Air Force Two über dem Saarland gesichtet

Ramstein: Hoher Besuch am heutigen Sonntagnachmittag im Saarland, oder besser gesagt über dem Saarland! JD Vance, US-amerikanischer Vizepräsident und damit Stellvertreter des mächtigsten Mannes der Welt, fliegt mit der so genannten Air Force Two über den saarländischen Luftraum. Zuvor hat er den rheinland-pfälzischen US-Militärstützpunkt in Ramstein besucht. Der Vizepräsident und seine Entourage sind auf dem Rückweg aus dem pakistanischen Islamabad in die amerikanische Heimat.

In der Hauptstadt Pakistans hat Vance für die USA mit dem Mullah-Regime des Irans verhandelt. Seine Versuche, ein Abkommen mit den Iranern auszuhandeln, sind allerdings gescheitert. Unter anderem fordern die USA, dass der Iran das Anreichern von radioaktiven Uran einstellen und die Straße von Hormus dauerhaft für den internationalen Schiffsverkehr wieder freigeben soll. In Ramstein tanken die drei Flugzeuge, die im Convoy aus dem Nahen Osten kommen, kurz auf. Dabei steigt der Vizepräsident auch kurz aus und läuft über die Air Base. Bilder zeigen ihn, wie er mit einem Kaffeebecher in der Hand über das Gelände schlendert.

Der Stützpunkt der Air Force in Ramstein ist das größte Drehkreuz der Amerikaner außerhalb der USA, rund 8.000 Kräfte sind hier stationiert. Von hier aus werden Einsätze koordiniert, Drohnenangriffe gesteuert und der Nachschub in weiter entfernt gelegene Gebiete abgewickelt.

Auch Präsident Donald Trump, dessen Vorfahren nicht weit von der Air Base entfernt aus Rheinland-Pfalz stammten, hat in der Vergangenheit bereits die Gelegenheit genutzt, bei einem Zwischenstopp in Ramstein die Truppen auf deutschem Boden zu besuchen. Auch er ist dabei über das Saarland geflogen. In beiden fällen waren die prominenten Besucher aber schon nach wenigen Minuten wieder weg. Über Luxemburg fliegen die Maschinen nun weiter in Richtung USA.