B 269 bei Überherrn wegen ABC-Einsatz stundenlang gesperrt

Überherrn: Ein ABC-Einsatz der Feuerwehr hat am Wochenende den Verkehr auf der B 269 zwischen Deutschland und Frankreich lahmgelegt. Die freiwilligen Helfer werden am Freitagnachmittag kurz nach 17 Uhr nach Überherrn alarmiert. Auf einem Parkplatz kurz vor der französischen Grenze steht ein Sattelschlepper mit luxemburgischen Kennzeichen. Auf der Ladefläche ist ein sogenannter IBC geplatzt. Die Abkürzung steht für „Intermediate Bulk Container“, umgangssprachlich oft einfach nur Gittertank genannt.

Aus diesem 1.000-Liter-Behälter läuft eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus, die weiße Masse fließt auf die Fahrbahn. Zuerst trifft der Löschbezirk Süd der Freiwilligen Feuerwehr Überherrn vor Ort ein. Schnell werden weitere Kräfte des Gefahrstoffzuges aus dem gesamten Landkreises Saarlouis nachgefordert. Die Helfer legen chemikaliensichere Schutzanzüge an und nähern sich dem leckgeschlagenen Behältnis. Die auslaufende Flüssigkeit wird in Auffangbehältern gesichert und so eine weitere Kontamination der Straße verhindert.

Den bereits ausgelaufenen Gefahrstoff auf dem Asphalt binden die Helfer mit speziellem Pulver ab. Ein Radlader rückt an und lädt zunächst Teile der Ware auf dem Lastwagen ab. Erst danach kann der geplatzte Tank geborgen werden. Im Laufe des Einsatzes stellt sich dann heraus, dass es sich bei der Chemikalie um einen Klebstoff handelt. Ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen kümmert sich in der Folge um den Abtransport.

Die B 269 neu ist während des Einsatzes voll gesperrt. Erst gegen 20.50 Uhr wird die Strecke von der Polizei wieder freigegeben. Neben der Feuerwehr und der Polizei ist auch das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen vor Ort, um bei medizinischen Notfällen eingreifen zu können. Insgesamt sind rund 100 Einsatzkräfte gebunden. Wieso der Behälter leck geschlagen ist und die Höhe der Schadenssumme sind unbekannt.