Schmelz/Homburg: Die Polizei sucht aktuell auf Hochtouren nach einem entflohenen Häftling, der am heutigen Mittwoch bei einem Freigang in Schmelz seinen Bewachern entkommen ist (wir berichteten bereits). Warum der Mann eine mehrjährige Haftstrafe absitzen muss, teilen die Behörden nicht mit. Breaking News Saarland weiß: Der 44-Jährige ist ein verurteilter Frauenmörder! Rückblick ins Jahr 2010: Anfang Februar wird eine 77-jährige Rentnerin tot in ihrem Haus entdeckt (Foto von damals).
Die Witwe ist mit einem Schal stranguliert worden, offenbar von Einbrechern. Die Täter sind über den Keller in das Haus eingestiegen, offenbar von späteren Opfer überrascht worden. Es hat ein Kampf stattgefunden, bei dem die altre Dame brutal umgebracht worden ist. Die Täter entkommen zunächst unerkannt. Es dauert eine Weile, bis die Polizei zwei Einbrecher festnimmt. Bei der erkennungsdienstlichen Behandlung gibt es einen Treffer im Fahndungscomputer:
Der jetzt Geflüchtete hat bei dem Mord in Homburg eine DNA-Spur an einer Schrankwand hinterlassen! An einer Jeanshose des damals 29-Jährigen wird außerdem Blut des Mordopfers entdeckt. An seiner Kleidung werden auch Fasern des beim Mord benutzten Schals gesichert. Der St. Ingberter und seine beiden Komplizen kommen in Untersuchungshaft, dann wird den Beschuldigten der Prozess gemacht. Im Februar 2011 fällt schließlich das Urteil:
Lebenslänglich! Der Vorsitzende Richter damals in seiner Urteilsbegründung: „Sie haben den Tod von Frau […] in Kauf genommen. Sie haben sich des Mordes schuldig gemacht.“ Bei der Urteilsverkündung brechen die beiden Hauptangeklagten in Tränen aus.
Der aktuell Flüchtige und ein gleichaltriger Komplize bekommen die Höchststrafe. Ein dritter Angeklagter, der die Idee zu dem Raub hatte, aber nur draußen Schmiere stand, bekommt vier Jahre und sechs Monate. Nach wie vor sucht die Polizei nun den Geflüchteten und warnt davor, ihn anzusprechen oder Anhalter mitzunehmen. Bei Sichtung sofort die 110 wählen!

