
Saarbrücken: Kurz vor dem Start der neuen Saison hat das Online-Portal liga3-online die Trainer der 20 Drittligisten nach ihren Aufstiegsfavoriten befragt. 17 Übungsleiter nahmen an der Abstimmung teil. Für den 1. FC Saarbrücken fiel das Ergebnis dabei ausgesprochen zurückhaltend aus: Der FCS erhielt lediglich eine einzige Stimme.
Diese kam von Nico Willig, Trainer des VfB Stuttgart II. Er zählt die Saarländer neben Hansa Rostock zu den Mannschaften, denen er den Sprung in die 2. Bundesliga zutraut. Von den übrigen teilnehmenden Trainern wurde der FCS dagegen nicht genannt.
Bemerkenswert ist vor allem die Einschätzung von Saarbrückens eigenem Cheftrainer Argirios Giannikis. Auch er führte seine Mannschaft nicht unter den drei größten Aufstiegsfavoriten auf. Stattdessen setzte der FCS-Coach seine Kreuze bei Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen.
Klarer Favorit der Trainer ist Hansa Rostock. Sämtliche 17 Teilnehmer nannten den Verein von der Ostsee. Fortuna Düsseldorf folgt mit 14 Stimmen, Rot-Weiss Essen erhielt elf Nennungen. Der MSV Duisburg kam auf vier Stimmen. Aachen, Saarbrücken, Preußen Münster und Wehen Wiesbaden wurden jeweils einmal genannt.
Dass Giannikis den eigenen Verein nicht auswählte, muss allerdings nicht zwingend als mangelndes Vertrauen in seine Mannschaft verstanden werden. Trainer vermeiden es häufig, das eigene Team öffentlich zum Favoriten zu erklären und damit zusätzlichen Erwartungsdruck aufzubauen. Dennoch zeigt die Umfrage deutlich: Der 1. FC Saarbrücken startet aus Sicht der Konkurrenz eher als Außenseiter in das Aufstiegsrennen.
Ob diese Einschätzung zutrifft, wird sich ab dem Saisonstart zeigen. Für den FCS könnte die geringe Beachtung durch die Konkurrenz auch ein Vorteil sein: Die Saarländer können zunächst ohne die Rolle des großen Gejagten in die neue Spielzeit gehen.
