Saarbrücken: Es ist eine Situation, die nur sehr selten vorkommt. Für das gesamte Saarland gibt es aktuell eine Katastrophenschutzmeldung über die Handy-Warnapps Nina und Katwarn. Grund sind Dichte Rauchschwaden, die aktuell fast über dem gesamten Saarland liegen.
Unsere Redaktion haben diesbezüglich auch schon mehrere Anfragen erreicht. Unsere Leser Reporter berichten nicht nur von dicht im Rauch, der teilweise die Sicht stark einschränkt. Auch von teils starken Geruchsbelästigung wird gesprochen. So schreibt uns ein Leser:
„Es riecht überall nach verbrannten Gummi.“ In der Katastrophenschutzmeldung berichtet die Integrierte Leitstelle Saarland auf dem Saarbrücker Winterberg: „Aktuell kommt es aufgrund eines Brandereignisses zu einer größeren Rauchentwicklung mit einer möglichen Geruchsbelästigung. Die Feuerwehr ist im Einsatz und fuhrt entsprechende Maßnahmen durch, um das Schadensereignis einzudämmen. Beachten Sie die nachfolgenden Handlungsempfehlungen.“
Eine klare Empfehlung der Behörden: umgehend alle Fenster und Türen in Wohngebäuden schließen. Weiter heißt es in der Meldung von 18.23 Uhr: Meiden Sie den Gefährdungsbereich. Wir informieren Sie, wenn die Gefahr vorüber ist.“ kurioserweise heißt es im nächsten Absatz dann aber: „Es besteht keine Gefahr.“
Man solle Fenster und Türen nur rein vorsorglich schließen. Die Meldung wirkt durch ihre Widersprüche, als wäre sie übereilt abgesetzt worden. Weitere Handlungsempfehlungen: „Informieren Sie sich, zum Beispiel im Lokalradio. Bitte wählen Sie den Notruf nur bei einem konkret erkennbaren Brand, einer akuten Gefahr oder einem medizinischen Notfall.“ Offenbar haben bereits zahlreiche Saarländer aufgrund der Rauchschwaden zum Telefon gegriffen und den Notruf gewählt. Dadurch sind vermutlich mehrere Fehlalarme der Freiwilligen Feuerwehren ausgelöst worden. Ursache für die Rauchentwicklung soll ein Brandgeschehen in der Eifel sein, dessen Rauch nun unter anderem auch ins Saarland zieht. Aber auch für zahlreiche Landkreise im angrenzenden Rheinland-Pfalz gibt es Katastrophenschutzwarnungen.
