Frankfurt/St. Wendel: Ein Flug der Thai Airways hat am Freitagnachmittag nach technischen Problemen tonnenweise Kerosin in der Luft abgelassen, unter anderem über dem Saarland. Die Boeing 777-300ER des Flug TG921 in Richtung Bangkok hebt zunächst um 14.45 Uhr planmäßig vom Frankfurter Flughafen ab, doch kurz nach dem Start melden die Piloten: Das linke Hauptfahrwerk lässt sich offenbar nicht vollständig einfahren.
Grund dafür ist nach Angaben des internationalen Nachrichtennetzwerks „AirLive“ ein Defekt an der Hydraulik, durch den das linke Hauptfahrwerk ausgefahren bleibt. Die Piloten brechen den Steigflug in rund 4000 Metern Höhe ab und informieren die Flugsicherung über die technische Störung. Anschließend entscheidet sich die Besatzung zur Rückkehr nach Frankfurt. Weil die Boeing für den fast elf Stunden dauernden Flug nach Thailand vollständig betankt ist, kann sie jedoch nicht unmittelbar wieder landen.
Der Langstreckenflieger fliegt deshalb zunächst eine Warteschleife. Rund eine halbe Stunde kreist die Boeing. Neben der Gegend um Darmstadt, Ludwigshafen und Kaiserslautern überfliegt der Jet auch das Saarland, hauptsächlich im Bereich des Landkreises St. Wendel. Dabei wird Treibstoff abgelassen, um das Gewicht des vollgetankten Flugzeugs auf ein für die Landung geeignetes Niveau zu reduzieren.
Erst nachdem das vorgesehene maximale Landegewicht erreicht ist, nimmt die Besatzung wieder Kurs auf den Frankfurter Flughafen. Insgesamt vergeht mehr als eine Stunde, bevor die Maschine wieder am Airport ankommt. Währenddessen bereiten sich die Einsatzkräfte am Boden auf die Rückkehr des Flugzeugs vor. Feuerwehr und Rettungskräfte stehen vorsorglich bereit.
Die Landung verläuft dann aber ohne weitere Zwischenfälle. Die Boeing setzt sicher auf der Frankfurter Landebahn auf und rollt anschließend aus eigener Kraft zu einer Außenposition. Dort können die Passagiere das Flugzeug verlassen. Nach ersten Angaben werden bei dem Zwischenfall weder Passagiere noch die Besatzungsmitglieder verletzt. Foto: Flightradar24
