Grostenquin: Tragisches Unglück auf einem Campingplatz im französischen Département Moselle nahe der saarländischen Grenze. Ein 17 Monate altes Mädchen stirbt am gestrigen Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz eines Campingplatzes in Grostenquin, zu Deutsch Großtänchen, etwa 20 Kilometer vom Saarland entfernt. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wird das Kleinkind vom Auto seines eigenen Vaters überfahren, als der mit dem Fahrzeug ein Rangiermanöver durchführt.
Die deutsche Familie aus der Nähe von Stuttgart ist erst kurz zuvor auf dem Campingplatz angekommen. Gemeinsam mit ihren vier Kindern will die Familie dort offenbar einen Urlaub verbringen. Das 17 Monate alte Mädchen ist das jüngste der vier Geschwister. Zunächst bezieht die Familie einen Bungalow.
Die etwa 40 Jahre alten Eltern bitten anschließend darum, in eine andere Unterkunft wechseln zu dürfen. Der Vater setzt sich daraufhin in das Auto, um mit dem Wagen näher an den neuen Stellplatz zu gelangen. Die Mutter hält sich zu diesem Zeitpunkt noch im ersten Bungalow auf.
Während der Vater mit dem Fahrzeug rangiert, kommt es dann zu dem folgenschweren Moment: Die Kinder bewegen sich plötzlich in Richtung des Autos. Ohne, dass es der Mann am Steuer des Wagens bemerkt, gerät das kleine Mädchen dann unter die Räder des Fahrzeugs.
Der Vater hält an, doch für die 17 Monate alte Tochter kommt jede Hilfe zu spät, sie stirbt noch an der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft in Saargemünd leitet nach dem tödlichen Unfall Ermittlungen ein. Mit den Untersuchungen vor Ort wird die Gendarmerie von Grostenquin beauftragt. Die Ermittler sollen unter anderem die genauen Umstände des tragischen Geschehens klären.
Beim Vater werden sowohl ein Alkoholtest als auch ein Drogentest durchgeführt, beide fallen negativ aus. Die Familie wird psychologisch betreut. Die Ermittlungen der französischen Behörden dauern an.

