Saarlouis/Dillingen: Eine mutmaßliche Trunkenheitsfahrt endet am heutigen Sonntagmorgen im Landkreis Saarlouis mit einem schweren Unfall auf der A8. Zuvor soll ein 41-Jähriger mehr als 30 Kilometer lang stark alkoholisiert unterwegs gewesen und vor der Polizei geflüchtet sein, statt anzuhalten. Gegen 5.21 Uhr fällt einer Autofahrerin in der Saarlouiser Schillerstraße ein weißer VW Golf auf, der in auffälligen Schlangenlinien durch die Innenstadt eiert. Die Frau alarmiert die Polizei und gibt den Beamten laufend durch, wo sich das Fahrzeug gerade befindet.
Auf der A 8 Richtung Luxemburg kann eine Streife schließlich zu dem Wagen aufschließen. Die Beamten setzen sich vor den Golf und geben dem Fahrer Zeichen, ihnen an der Anschlussstelle Dillingen-Süd von der Autobahn zu folgen. Der 41-Jährige denkt jedoch nicht daran, er beschleunigt und rast davon.
Die Einsatzkräfte verlieren den Sichtkontakt, können das Fahrzeug aber kurze Zeit später total demoliert im Bereich der Abfahrt Rehlingen-Siersburg ausfindig machen. Kurz zuvor ist der Golf an der Anschlussstelle Rehlingen-Siersburg wohl von der Fahrbahn abgekommen, hat ein Abfahrtsschild samt Halterung rausgerissen und sich auf dem angrenzenden Grünstreifen mehrfach überschlagen.
Erst nach etwa 75 Metern kommt ist das Wrack zum Liegen gekommen: Dach eingedrückt, Vorderachse gebrochen, alle Airbags ausgelöst. Für den Golf bedeutet das Totalschaden. Weil das Fahrzeug so stark deformiert ist, rückt die Freiwillige Feuerwehr zur Rettung des Fahrers aus. Der Mann klettert jedoch aus eigener Kraft aus dem Wrack und wird vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert. Er ist schwer verletzt, Lebensgefahr besteht aber nicht.
Die Polizei geht von absoluter Fahruntüchtigkeit aus und lässt eine Blutprobe entnehmen, als Richtwert dafür gelten 1,1 Promille. Den 41-Jährigen erwarten nun mehrere Strafanzeigen, Punkte in Flensburg und der Verlust des Führerscheins.

