Los Angeles: Die Star-Trek-Legende Sir Patrick Stewart ist tot. Der britische Schauspieler, der als Captain Jean-Luc Picard und als Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen weltberühmt wurde, starb am gestrigen Mittwoch im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Los Angeles. Das meldet die Agentur AP unter Berufung auf seine Sprecherin. Stewart litt an Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz.
Nach ihren Angaben verbrachte er seine letzten Stunden im Kreis von Familie und Freunden, begleitet von Live-Musik und Gebeten. Statt Blumen bittet die Familie um Spenden für die Alzheimer-Forschung und die Unterstützung pflegender Angehöriger.
Aufgewachsen war Stewart in einfachen Verhältnissen im englischen Yorkshire, im Elternhaus gab es nicht einmal ein eigenes Badezimmer. Sein Vater, ein ehemaliger Berufssoldat, wurde gegenüber der Mutter gewalttätig. Später sprach er offen darüber und engagierte sich für Opfer häuslicher Gewalt. Schon mit zwölf Jahren stand er auf der Bühne, nach der Schauspielschule Bristol Old Vic gehörte er 14 Jahre lang der Royal Shakespeare Company an. 2010 schlug ihn Königin Elizabeth II. zum Ritter.
Den internationalen Durchbruch brachte 1987 die Serie „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“. Sieben Staffeln und 178 Folgen lang kommandierte er als Captain Picard die Enterprise, dazu kamen vier Kinofilme und von 2020 bis 2023 die Serie „Star Trek: Picard“. Dabei hatte man ihm zunächst prophezeit, die Produktion werde scheitern. Ab 2000 wurde er als Professor Xavier in den X-Men-Filmen auch zum Kinostar, zuletzt war er in dieser Rolle 2022 in „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ zu sehen.
Privat war Stewart seit 2013 mit der US-Sängerin Sunny Ozell verheiratet, getraut wurde das Paar von seinem Freund Ian McKellen, mit dem er auch in „Warten auf Godot“ auf der Bühne stand. Er hinterlässt seine Frau sowie Tochter Sophia und Sohn Daniel aus seiner ersten Ehe mit Sheila Falconer.

