ARD legt Gehälter offen: So viel verdient der SR-Chef

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Saarbrücken: Der Saarländische Rundfunk muss sparen, an der Spitze des Senders wird allerdings weiterhin gut verdient. Intendant Martin Grasmück erhielt im vergangenen Jahr Jahresbezüge von 245.000 Euro, dazu kommen 1.801 Euro an Sachbezügen, insgesamt also 246.801 Euro. Das geht aus der am gestrigen Montag veröffentlichten Gehaltsübersicht der ARD hervor. Gegenüber dem Vorjahr bleibt Grasmücks Vergütung damit unverändert.

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Bemerkenswert ist der Vergleich mit dem RBB, der nach Personalumfang deutlich größer ist als der SR. RBB-Intendantin Ulrike Demmer kam einschließlich Sachbezügen auf 233.925 Euro und damit auf 12.876 Euro weniger als ihr Kollege aus Saarbrücken. Bei den reinen Jahresbezügen beträgt der Unterschied sogar 25.000 Euro.

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Auch die übrigen Spitzenposten beim SR sind gut dotiert: Programmdirektorin Sonja von Struve und Verwaltungs- und Betriebsdirektor Martin Stephan erhielten jeweils 174.004 Euro, Justitiarin Sonnia Wüst 159.674 Euro. Zusammen mit dem Intendanten summieren sich die Bezüge der vier Führungskräfte auf 754.483 Euro im Jahr. Arbeitgeber- und Versorgungsaufwendungen sind darin noch nicht enthalten.

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Brisant sind die Zahlen vor allem wegen der angespannten Finanzlage. Für 2025 meldete der SR ein Liquiditätsdefizit von 4,5 Millionen Euro, ein Maßnahmenpaket sieht Einsparungen von insgesamt 22 Millionen Euro bis 2028 vor. Zugleich drängt der Sender auf einen höheren Rundfunkbeitrag. Im Oktober schränkten zudem Warnstreiks zeitweise das Radioprogramm ein: Die Gewerkschaften forderten sieben Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit, der SR bot zwei Prozent ab Mitte 2027 an.

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Offen ist noch, wie Grasmück in seiner zweiten Amtszeit ab Mai 2027 bezahlt wird. Für neue Verträge sieht das SR-Gesetz eine Orientierung an der Besoldungsgruppe R10 des Bundes vor. Überschreitungen muss der Verwaltungsrat begründen und dem Rechnungshof vorlegen, eine ausdrückliche Ausnahme für wiedergewählte Intendanten gibt es nicht.

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Dieser Beitrag wird bereitgestellt vom Medienverbund Saarland