Saarlouis: Auf seinem letzten Weg standen ihm Tausende zur Seite! Bewegender Abschied für den erschlossenen Polizeioberkommissar Simon B. in seiner Heimatstadt Saarlouis. In der evangelischen Kirche kommen am heutigen Samstagvormittag Angehörige, Kollegen und Weggefährten des 34-Jährigen zusammen, um im Rahmen eines Gottesdienstes an den Familienvater und leidenschaftlichen Polizeibeamten zu erinnern.
Das Gotteshaus ist bis auf den letzten Platz besetzt, für weitere geladene Gäste wird die Messe in das Theater am Ring übertragen. Auch vor der Kirche werden die Worte aus dem Inneren für die zahlreichen Anwesenden auf den Straßen über Lautsprecher abgespielt. Nach der bewegenden Feier tragen Kollegen den Sarg des Polizeibeamten aus der Kirche. Es folgt ein öffentlicher Trauermarsch durch die Stadt zum Friedhof Neue Welt im Stadtteil Picard, wo Simon B. schließlich beigesetzt wird. An dem Marsch beteiligen sich nicht nur hunderte von Kollegen, die teilweise mit weißen Rosen oder Sonnenblumen ihre Trauer ausdrücken.
Weitere Beamte tragen ein schwarzes Banner mit der Aufschrift „Einer von uns“ hinter dem Leichenwagen her. Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks begleiten den Zug ebenfalls. Den Wegesrand säumen viele Anwohner und Passanten, die extra hergekommen oder einfach zufällig da sind, und schließen sich der stillen Trauer an. Auch die Landespolitik ist unter anderem mit Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Innenminister Reinhold Jost vertreten.
Oberbürgermeister Marc Speicher, der sich in Saarlouis‘ neuer Partnerstadt im sizilianischen Favara aufhält, veranlasst dort eine Schweigeminute für den Polizisten. Die Angehörigen von Simon B. nehmen nicht am öffentlichen Trauermarsch teil. Sie können in aller Stille auf dem Friedhof, von den Medien ungestört, von Simon B. Abschied nehmen. Von kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen abgesehen verlaufen die Trauerfeierlichkeiten ohne Störungen.