Einreiseverbot: Polizei schickt Mann aus dem Kosovo zurück nach Frankreich

Saarbrücken: Manche Leute lernen es echt nie! Obwohl für ihn derzeit ein befristetes Einreise- und Aufenthaltsverbot hier besteht, hat ein 36 Jahre alter Mann versucht, über die saarländische Grenze nach Deutschland zu kommen. Der Reisende wird allerdings von der Bundespolizei aufgehalten und nach Frankreich zurückgewiesen. Am gestrigen Donnerstagmorgen ist der aus dem Kosovo stammende Mann als Fahrgast in einem aus Frankreich kommenden Fernreisebus unterwegs.

Im Zuge der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen kann der Bus zwar nach Deutschland einreisen, wird aber nach seiner Ankunft am zentralen Busbahnhof in der Dudweilerstraße in Saarbrücken gegen 4 Uhr von den Beamten kontrolliert. Alle Fahrgäste müssen ihren Personalausweis oder Reisepass vorzeigen, die Daten werden in den Fahndungscomputer eingegeben. Bei dieser polizeilichen Überprüfung gibt es einen Treffer:

Es erscheint die Meldung, dass die zuständige Ausländerbehörde gegen den 36 Jahre alten Mann aus dem Kosovo, dass eine Wiedereinreisesperre gegen den Mann erlassen hat. Offenbar hat er sich bereits in der Vergangenheit in Deutschland aufgehalten und ist dann aus unbekannten Gründen des Landes verwiesen worden. Jedenfalls besteht aktuell ein Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen ihn. Die Bundespolizei leitet entsprechende Ermittlungsverfahren gegen den 36-Jährigen ein.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wird dem Mann die Einreise verweigert. Er befindet sich zwar schon auf deutschem Boden, rechtlich gesehen hat er seine Einreise aber noch nicht vollendet. Daher wird er an die französische Grenze verbracht und dort zurückgewiesen. Bei den temporären Grenzkontrollen fallen immer wieder Menschen auf, die illegal nach Deutschland reisen wollen. Die Maßnahmen sollen daher auch weiterhin durchgeführt werden.