Saarbrücken: Unsere Redaktion erreichen am heutigen Dienstag mehrere Anfragen zu einem Einsatzgeschehen in Saarbrücken. Nach Angaben der Augenzeugen ist im Bereich der Saar zwischen Burbach und St. Johann in den frühen Morgenstunden viel Polizei unterwegs. Unter anderem sind Einsatzkräfte an der Schleuse in Burbach, im Bereich des Busdepots sowie an der Malstatter Brücke zu Gange. Fahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht suchen den Uferbereich ab, es sind mehrere Drohnen in der Luft.
Weil sich das Ganze dicht an der Stadtautobahn abspielt, erregt es entsprechend viel Aufmerksamkeit. Dabei ist eigentlich gar nichts passiert. Aber der Reihe nach: Alles beginnt nach Angaben der Polizei damit, dass eine Augenzeugin in der Nacht im Stadtteil Alt-Saarbrücken eine ungewöhnliche Beobachtung macht. Es geht dabei um einen Mann, eine Frau und ein kleines Kind. Letzteres scheint plötzlich aber verschwunden zu sein. Die besorgte Augenzeugin wählt den Notruf und schildert der Polizei ihre Beobachtungen.
Die Beamten nehmen den Fall sehr ernst – von einem Unglücksfall bis zu einer Entführung könnte alles hinter dem Vorfall stecken. So wird Alarm ausgelöst, die Bereiche in der Nähe abgesucht. Dabei kommt neben der Polizei auch der Ortsverband Heusweiler des Technischen Hilfswerks zum Einsatz. Letztlich können Experten der Kriminalpolizei ermitteln, um wen es sich bei besagtem Mann, der Frau und dem Kind handelt. Es gelingt den Beamten im Laufe des Tages auch, alle drei ausfindig zu machen. Ergebnis:
Es geht allen gut, ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt steht nicht im Raum, eine Gefahr für das Kind hat laut aktuellem Ermittlungsstand zu keinem Zeitpunkt bestanden. Ein Polizeisprecher betont aber, dass die Mitteilerin trotzdem alles richtig gemacht hat: „Sie hat eine ungewöhnliche Beobachtung gemacht, sie uns gemeldet – und sich damit absolut korrekt verhalten.“
