St. Ingbert: Nach dem Amokalarm an einer Schule in St. Ingbert (wir berichteten bereits) hat die Polizei nun Entwarnung gegeben. Den Angaben der Beamten zufolge kommt es etwas früher als zunächst berichtet, nämlich gegen 9.20 Uhr, zu der Einsatzlage. Demnach wird am Berufsbildungszentrum in St. Ingbert ein Amokalarm ausgelöst. Ob dies beispielsweise durch Betätigen eines Druckknopfs geschehen ist, wie sie in einigen Schulen vorhanden sind, teilt die Polizei nicht mit.
Die Beamten nehmen die Situation aber sehr ernst und suchen umgehend mit zahlreichen Polizeikräften die Örtlichkeit auf. Die Schüler und das Lehrpersonal werden in dieser Zeit angewiesen, sich in ihren Klassensälen zu verbarrikadieren und die Zimmer nicht zu verlassen. Schwer bewaffnete Beamte durchkämmen das Gebäude und untersuchen, ob es tatsächlich eine Gefahr durch eine bewaffnete Person oder Personengruppe gibt. Nachdem die einsatztaktischen Maßnahmen und Ermittlungen vor Ort abgeschlossen sind, stellt sich heraus:
Der Amokalarm ist böswillig ausgelöst worden! Für die Anwesenden in der Schule sowie die Bevölkerung hat nach derzeitigem Ermittlungsstand zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Da es sich nicht um eine versehentliche, sondern eine bewusste Falschalarmierung handelt, ist auch klar: Dafür muss es einen oder eine Gruppe von Verantwortlichen geben. Ob die Ermittler bereits entsprechende Personen im Visier haben, wird nicht mitgeteilt.
Das böswillige Auslösen eines solchen Alarms kann nicht nur strafrechtliche Folgen nach sich ziehen: Selbst, wenn die Täter noch nicht strafmündig sind, könnten ihren Eltern die Kosten des Einsatzes auferlegt werden. Ob der Schulbetrieb nach dem Vorfall weiterlaufen kann oder der Unterricht vorzeitig beendet worden ist, wird nicht mitgeteilt. Hierzu hat sich bislang auch das Bildungsministerium noch nicht geäußert.
