Mann läuft mit täuschend echt aussehender Spielzeugpistole rum: Festnahme

St. Ingbert: Aufregung am gestrigen Donnerstagabend in St. Ingbert. In der Mittelstadt wird nach einem Verstoß gegen das Waffengesetz eine Person festgenommen. Dem Bericht der Beamten zufolge erreicht die Polizeiinspektion St. Ingbert gegen 17.15 Uhr eine Mitteilung über eine verdächtige Person, die zu Fuß im Bereich der Südstraße und der Oststraße unterwegs ist und dabei für alle sichtbar eine Schusswaffe in der Hand halten soll.

Zuletzt gesehen wird die verdächtige Person in einem Einkaufsmarkt in der Oststraße. Die Beamten nehmen die Meldung sehr ernst und schicken sofort alle verfügbaren Polizeikräften zu dem besagten Einkaufsmarkt. Dort kann der Mann auch schnell ausfindig gemacht und festgenommen werden. Die besagte Schusswaffe hat er nicht mehr bei sich. Allerdings können die Beamten schnell ermitteln, dass der Mann den Gegenstand vor dem Betreten des Marktes in einem dort stehendem Mülleimer entsorgt hat.

Bei einer genaueren Überprüfung im Nachgang stellt sich heraus, dass es sich bei dem Gegenstand lediglich um eine Spielzeugpistole handelt, die allerdings täuschend echt aussieht. Das Führen von solchen sogenannten Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit ist nach dem deutschen Waffengesetz verboten. Es stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.

Der angetroffene 30-Jährige weist laut Polizei eine psychische Erkrankung auf, sodass er die Folgen seines Handelns möglicherweise nicht hat absehen können. Der Mann wird nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen von einem Angehörigen in Obhut genommen. Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. In der Nacht informieren die Behörden die Öffentlichkeit über den Vorfall, ziehen die Meldung aber danach aus nicht bekannten Gründen wieder zurück.