Mit Haftbefehl gesucht: Audifahrer liefert sich Verfolgungsjagd im Kreis Saarlouis

Saarlouis/Dillingen: Am gestrigen Donnerstag fällt einer Zivilstreife der Verkehrspolizei in der Lorisstraße in Saarlouis ein Audi A4 auf. Eine Überprüfung im Fahndungscomputer ergibt, dass die angebrachten Kennzeichen nicht zu dem Wagen gehören. Die Beamten wollen das Auto kontrollieren, der Fahrer missachtet aber die Anhaltesignale sowie das eingeschaltete Blaulicht des Einsatzfahrzeugs, beschleunigt und flüchtet.

Die Polizei verfolgt den Audi, über die Lorisstraße in Richtung Dillingen. Die Fahrt führt über die Saarlouiser Straße, die Hüttenwerkstraße, die Dieffler Straße in Dillingen, bis die Beamten den Sichtkontakt verlieren. Während der Verfolgungsjagd führt der Flüchtende riskante Fahrmanöver durch, dabei kommt es auch zur Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer. Zudem steuert der Audi einmal in Richtung des zivilen Streifenwagens, sodass die Polizei stark abbremsen und ausweichen muss, um eine Kollision zu verhindern.

Nachdem der Sichtkontakt abgebrochen ist, fahnden Einsatzkräfte nach dem Fahrzeug. Der Wagen wird schließlich im Bereich der Weiheranlagen in Diefflen entdeckt, der Fahrer sitzt noch drin. Es handelt sich um einen 26-Jährigen aus dem Landkreis Saarlouis, der offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Der Mann wird vorläufig festgenommen. Wie sich herausstellt, liegt gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Saarbrücken vor.

Erst, nachdem er den offenen Betrag aus dem Zahlungshaftbefehl beglichen hat, wird der 26-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn laufen nun mehrere Strafverfahren: Weil der Audi nicht zugelassen ist, ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, des Verstoßes gegen die Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen im Straßenverkehr sowie der Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und der Abgabenordnung. Zudem hat der junge Mann keinen Führerschein. Und dann besteht ja noch der Verdacht, dass er unter dem Einfluss berauschender Mittel gefahren ist. Zudem ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung.