Beimerstetten: Ein ICE auf dem Weg nach Saarbrücken muss am Silvesterabend einen außerplanmäßigen Stopp am Bahnhof Beimerstetten einlegen, einem kleinen Ort im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Wie die Bundespolizeiei Stuttgart berichtet, ist der Zug abends aus Ulm kommend ins Saarland unterwegs. Bis ein Mann gegen 19.20 Uhr beschließt, auf eine der Zugtoiletten zu gehen, um dort in Ruhe Marihuana zu rauchen.
Dadurch löst er bei voller Fahrt den Feueralarm aus. In der Folge kommt es zu dem außerplanmäßigen Halt des Zuges am Bahnhof Beimerstetten. Dort entdeckt der Zugbegleiter den italienischen Staatsangehörigen, der den Alarm ausgelöst hat und schließt den 45-Jährigen von der Weiterfahrt aus. Der Mann verlässt daraufhin den Zug. Aber noch bevor der ICE seine Fahrt fortsetzen kann, läuft der Italiener in den Gleisbereich und stellt sich zwischen zwei Waggons des Zuges.
Anschließend betätigt der Mann offenbar von außen die Notentriegelung einer Tür und versuchte, wieder auf den Zug zu klettern. Eine Streife der Bundespolizei wird hinzugerufen, die Beamten unterziehen den ganz offensichtlich alkoholisierten Mann einer Kontrolle. Dabei wird festgestellt, dass gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Ulm vorliegt. Was der Grund dafür ist, teilen die Beamten nicht mit. Jedenfalls wird der 45-Jährige festgenommen und am Neujahrstag der zuständigen Haftrichterin vorgeführt.
Die setzt den Haftbefehl in Vollzug, Beamte der Bundespolizei verbringen den italienischen Staatsangehörigen in eine Justizvollzugsanstalt. Neben dem bereits laufenden Verfahren, weshalb er jetzt in Haft sitzt, kommt nun ein weiteres wegen des Verdachts der Nötigung sowie des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen hinzu. Der ICE kann seine Fahrt nur mit Verzögerung fortsetzen und kommt schließlich mit Verspätung in Saarbrücken an.
