Schwer bewaffnete Beamte: Aufregung an Bahnhöfen in Saarbrücken und Saarlouis

Saarbrücken/Saarlouis: Aufregung an den Hauptbahnhöfen in Saarbrücken und Saarlouis am heutigen Dienstag. Am frühen Nachmittag gegen 13.30 Uhr meldet sich ein Zeuge bei der Polizei und teilt mit, dass er soeben eine beunruhigende Beobachtung gemacht hat. Von einem Fenster aus glaubt der Zeuge gesehen zu haben, wie eine Person mit einer Waffe in der Hand im Bereich des Hauptbahnhofs in Saarbrücken herumgelaufen sein ist. Umgehend werden starke Kräfte vor Ort zusammengezogen.

Mehrere Beamte postieren sich vor dem Haupteingang zum Eurobahnhof, weitere Einsatzkräfte sind im Bahnhof unterwegs. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Beamte der Bundespolizei: Wegen der konkreten Möglichkeit einer Bedrohungslage ist auch die Landespolizeidirektion eingeschaltet. In Saarbrücken kann die vom Zeugen beschriebene Person nicht mehr angetroffen werden. Allerdings ergeben sich durch die Ermittlungen Hinweise darauf, dass der Mann in einen Zug in Richtung Trier eingestiegen ein könnte.

Deshalb fährt die Polizei auch zum Bahnhof im Saarlouiser Stadtteil Roden. Dort sind Kräfte der besonders geschulten und ausgerüsteten Operativen Einheit im Einsatz. Sie stehen mit schwerer Schutzausrüstung und Maschinenpistolen im Anschlag rund um das Bahnhofsgebäude und beobachten in sicherer Deckung den Gleisbereich (unser Foto). In der Nähe wird auch ein Rettungswagen bereitgestellt, um im Ernstfall schnell Erste Hilfe vor Ort zu haben.

Wie Falk Hasenberg, Sprecher der Landespolizeidirektion mitteilt, stellt sich jedoch heraus, dass an der Sache mit der Waffe offensichtlich nichts dran ist. Mittlerweile ist der Einsatz vor Ort auf beendet, so Hassenberg weiter. Die Reaktion des Zeugen ist dennoch richtig gewesen: Im Zweifel sollte man bei verdächtigen Beobachtungen nicht zögern und grundsätzlich immer die Behörden informieren.