Landstuhl/Homburg: Im Fall des totgeschlagenen Zugbegleiters Serkan C. gibt es neue Details. Genauer gesagt, berichtet das Nachrichtenmagazin der Spiegel aktuell, dass der beschuldigte 26-Jährige am Tattag schon einmal von der Bundespolizei aufgegriffen worden ist. Über diese nicht unwichtige Tatsache haben bisher weder die Bundespolizei, noch die rheinland-pfälzische Landespolizei, noch die Staatsanwaltschaft Zweibrücken informiert.
Den Angaben des Nachrichtenmagazins zufolge ist der spätere mutmaßliche Totschläger am Tag der Tat in einem TGV, dem französischen Hochgeschwindigkeitszug unterwegs, der aus Paris kommend über Saarbrücken nach Frankfurt unterwegs ist. Für diese Zugfahrt habe der gebürtige Grieche zuvor ein Ticket gekauft. Aus bislang unbekannten Gründen soll der 26-Jährige während der Fahrt begonnen haben, in einem Waggon zu randalieren. So habe er gegen eine der Türen getreten.
Einer der Zugbegleiter soll daraufhin die Bundespolizei alarmiert haben, die den Mann beim nächsten Halt im Hauptbahnhof in Kaiserslautern gegen 11.50 Uhr aus dem Zug geholt habe. Mutmaßlich handelt es sich bei dem Zug um den TGV 9551. Weil bei dem Tritt gegen die Tür kein Schaden entstanden sei, der Randalierer auch nicht schwarzgefahren sei und offenbar keine Gefahr für sich selbst oder andere darstellte, hätten die Beamten den Mann wieder laufen lassen müssen.
Ein paar Stunden ist der Grieche dann, mutmaßlich vom Hauptbahnhof Kaiserslautern aus, mit dem Regionalexpress wieder in die entgegengesetzte Richtung ins Saarland gefahren. Für diese Fahrt hat er allerdings keinen Fahrschein gezogen. Wohin er letztlich will, bleibt unklar. Jedenfalls ist er gegen 17.45 Uhr zwischen Landstuhl und Homburg in die Fahrkartenkontrolle geraten, bei der er Serkan C. totprügelt haben soll. Aktuell sitzt der Mann noch in Untersuchungshaft, die Behörden ermitteln weiter.
