Saarbrücken: Das Saar-Innenministerium hat am heutigen Montag die Asyl-Statistik für das vergangene Jahr präsentiert. Demnach sind in den vergangenen zwölf Monaten im Saarland insgesamt 1.276 Asylbewerber aufgenommen worden. Dazu kommen weitere 1.740 Flüchtlinge aus der Ukraine, insgesamt also 3.036 Menschen im ganzen Jahr, rund 250 pro Monat oder etwa 8 Menschen am Tag. 997 Asylbewerber und fast alle Flüchtlinge aus der Ukraine, nämlich 1.730 Leute, sind in Wohnungen in den 52 Städten und Gemeinden des Saarlandes verteilt worden.
Weitere Menschen sind in der Landesaufnahmestelle untergekommen. Im Saarland selbst sind im Jahr 2025 insgesamt 1.878 Asylanträge, zum Beispiel beim Aufgriff durch die Bundespolizei, gestellt worden. Über 189 Anträge ist positiv entschieden worden. Das heißt, die Menschen haben eine Anerkennung als Flüchtling, sogenannten subsidiären Schutz sowie Abschiebungsschutz erhalten. 424 Asylanträge sind abgelehnt worden. 1.265 Fälle haben sich anderweitig erledigt, etwa durch freiwillige Ausreisen oder Tod der Betroffenen.
Das Hauptherkunftsland der Asylanten im Saarland war Syrien, weitere Länder führt die Statistik nicht auf. Die Anzahl der Abschiebungen im Jahr 2025 betrug 292. In 262 Fällen sind Ausreisen mit finanziellen Mitteln gefördert worden. Es handelt sich um ein deutsches Förderprogramm für die freiwillige Rückkehr und Weiterwanderung mittelloser Migranten aus Deutschland in andere Länder, es übernimmt Reisekosten und bietet finanzielle Starthilfen.
Die Anzahl der sonstigen freiwilligen Ausreisen beträgt 288. Hierzu kann es beispielsweise kommen, wenn Flüchtlinge aus eigenem Antrieb in ihre Heimatländer zurückkehren. Ein weiterer Grund für solche freiwilligen Ausreisen kann sein, dass Menschen hier von der Bundespolizei aufgegriffen wurden und sie nach Asylantragstellung weiterziehen, weil Deutschland nicht ihr eigentliches Ziel gewesen ist.
