Nordsaarland: Eine durchziehende Warmfront hat am heutigen Donnerstag im Saarland für unbeständiges und teils gefährliches Wetter gesorgt. Von Südwesten her setzte kräftiger Regen ein, begleitet von teils stürmischen Böen. In mehreren Landesteilen stürzten infolgedessen Bäume um oder verloren größere Äste, was zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehren und Straßenmeistereien führte. Besonders betroffen waren Nebenstraßen sowie bewaldete Abschnitte.
Der anhaltende Regen ließ den zuvor gefallenen Schnee vielerorts rasch abtauen. In der Folge schwollen kleinere Bäche an und traten stellenweise über ihre Ufer. Vereinzelt kam es zu Überflutungen von Wegen und tiefer gelegenen Flächen, die durch die Einsatzkräfte abgesichert oder abgepumpt werden mussten. Größere Schäden wurden bislang nicht gemeldet. Im Nordsaarland sorgte die Wetterlage in den Morgenstunden zusätzlich für Schneeregen und gefrierende Nässe.
Auf glatten Fahrbahnen kam es zu mehreren Verkehrsunfällen, vor allem auf überregionalen Straßen. Auf der Autobahn A62 meldete die Polizei zeitweise Behinderungen, nachdem Fahrzeuge ins Schleudern geraten waren und der Verkehr verlangsamt werden musste. Die Autobahn musste in einer Fahrtrichtung zeitweise voll gesperrt werden. In Nohfelden kam es zu einem Stromausfall, wahrscheinlich ebenfalls durch die Witterungsverhältnisse ausgelöst. Betroffen waren die Ortsteile Bosen, Eckelhausen, Eiweiler, Neunkirchen an der Nahe sowie Selbach. Über den Vorfall berichtete die Freiwillige Feuerwehr.
Die Behörden warnen weiterhin vor glatten Straßen und wechselhaften Witterungsbedingungen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrweise den Gegebenheiten anzupassen und besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden vorsichtig zu sein. Auch in den kommenden Stunden ist regional mit weiteren Einsätzen von Feuerwehr und Räumdiensten zu rechnen.
