Viele Unfälle, zahlreiche Sperrungen: Glättenacht im Saarland

Saarbrücken: Ein massiver Wintereinbruch mit Schneeregen und gefrierenden Temperaturen hat am gestrigen Mittwochabend im Saarland für ein gefährliches Verkehrschaos gesorgt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verwandelten sich viele Straßen innerhalb kurzer Zeit in rutschige Gefahrenzonen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren landesweit im Dauereinsatz.

So wie beispielsweise auf der L 112 zwischen Merchweiler und Bildstock. Hier geriet ein Autofahrer gegen 22 Uhr auf geschlossener Schneedecke ins Schleudern, landete im Straßengraben und beschädigte mehrere Leitpfosten sowie ein Tempo-70-Schild. Der Fahrer kam mit einem Schock davon. Auf der A1 zwischen Tholey und Tholey-Hasborn krachte wenig später ein Kleintransporter in die Mittelleitplanke und wurde auf die rechte Spur zurückgeschleudert. Der Fahrer blieb unverletzt, am Fahrzeug entstand leichter Sachschaden.

Besonders angespannt war die Lage auf der A1 zwischen Tholey und Nonnweiler-Primstal. Dort blockierte ein querstehender 40-Tonnen-Lkw gegen 22 Uhr für rund eineinhalb Stunden die komplette Autobahn. Der Lastwagen hatte sich auf glatter Fahrbahn festgefahren und konnte erst weiterfahren, nachdem der Streudienst gegen 23.30 Uhr die Fahrbahn behandelt hatte. Erst danach rollte der Verkehr wieder an.

Die Polizei zog am frühen Morgen eine ernüchternde Bilanz: Seit dem Abend wurden saarlandweit 25 witterungsbedingte Einsätze registriert, darunter 14 Verkehrsunfälle mit insgesamt vier leicht verletzten Personen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im nördlichen Saarland. Mit Ausnahme von Saarbrücken-Stadt und dem Kreis Saarlouis waren alle Regionen betroffen. Die landesweite Warnung vor Schnee- und Eisglätte, die seit 21.55 Uhr galt, wurde erst gegen 5.30 Uhr am Donnerstagmorgen aufgehoben.

Die Polizei appelliert weiterhin an alle Verkehrsteilnehmer, bei winterlichen Bedingungen besonders vorsichtig zu fahren und ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen.