Winternacht im Saarland: Viele Autofahrer stundenlang in Fahrzeugen gefangen

Losheim: Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Warndtstrecke zwischen Saarbrücken und Großrosseln mit einem Todesopfer (wir berichten bereits) führt der Wintereinbruch auch in der vergangenen Nacht zu massiven Problemen im Saarland durch glatte und teils schneebedeckte Fahrbahnen. Polizei und Rettungskräfte sind bis spät in die Nacht im Dauereinsatz. Nach Angaben der Polizei kommt es zu einer Vielzahl von Unfällen, überwiegend mit Blechschäden.

Schwerere Verletzungen bleiben in den meisten Fällen aus. Bei Berus rutscht ein Bus in eine Leitplanke und verkeilt sich so, dass die Fahrgäste das Fahrzeug nicht mehr eigenständig verlassen können. Die Feuerwehr rettet die Insassen, verletzt wird niemand. Auf den Autobahnen kommt es ebenfalls zu massiven Behinderungen. Eine Lesereporterin schildert einen Vorfall auf der A 6 in Richtung Kaiserslautern: „Autobahn A6 Richtung Kaiserslautern steht ein Lkw quer. Stau. Autos fahren rückwärts von der Autobahn ab.“

Nach Angaben der Polizei werden insgesamt 73 Verkehrsunfälle sowie 17 Gefahrenlagen registriert, darunter zahlreiche liegengebliebene oder querstehende Lastwagen. Betroffen sind vor allem die Höhenlagen. Besonders schlimm ist die Situation in der Nacht in Losheim. Lesereporter Adrian meldet: „Verkehrschaos Losheim. Über 4,5 Stunden mussten die festsitzenden Menschen bei minus drei Grad ausharren, und es kam immer noch kein Räumfahrzeug. Autos konnten teilweise nur durch Zivilcourage befreit werden. Die Straße beziehungsweise der gesamte Berg zwischen Losheim und Rissenthal war nicht gestreut.“

Aus Britten berichtet Lesereporterin Sahra: „Ortsdurchfahrt Britten geht nichts mehr. Eis auf der Fahrbahn.“ Erst in den frühen Morgenstunden entspannt sich die Verkehrslage allmählich. Vor allem die Hauptverkehrswege werden durch Räum- und Streudienste wieder passierbar gemacht. Die Polizei appelliert weiterhin an die Verkehrsteilnehmer, bei winterlichen Bedingungen besonders vorsichtig zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden.