Zwei Feuerwehrleute in Saarbrücken durch Böller verletzt

Saarbrücken: Sie arbeiteten in der Silvesternacht, um unser Leben, unsere Gesundheit, unser Hab und Gut zu schützen – und wurden dabei selbst immer öfter zur Zielscheibe! In der saarländischen Landeshauptstadt sind in der vergangenen Nacht mehrere Feuerwehrleute durch das Zünden eines Böllers verletzt worden. Das berichtet das Saarbrücker Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz in einer aktuellen Mitteilung. Demnach ist der Jahreswechsel 2025/2026 für die Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken mit einer Vielzahl von Einsätzen verbunden. Insgesamt verzeichnet die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr 50 silvesterbedingte Einsätze im gesamten Regionalverband.

Schon vor dem Jahreswechsel kam es zu einem Brandgeschehen: In einem Saarbrücker Juweliergeschäft ist ein Feuer ausgebrochen! Die beiden Löschzüge der Berufsfeuerwehr aus dem Hessenweg und der Weißenburger Straße abgearbeitet werden. Über Schadenshöhe und Brandursache ist nichts bekannt. Kurz nach dem Jahreswechsel kommt es dann in Saarbrücken zu einer Häufung von silvesterbedingten Einsätzen. Im Rahmen eines Einsatzes am Rabbiner-Rülf-Platz im Stadtteil St. Johann werden Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr durch einen ​vermutlich illegalen Feuerwerkskörper verletzt. Bei der Detonation erleiden zwei Einsatzkräfte ein Knalltrauma. Beide Kollegen können den Dienst fortsetzen, die Einsatzstelle kann aber nur unter Polizeischutz abgearbeitet werden.​

Auch im vergangenen Jahr kommt es an der gleichen Stelle zu Problemen: Es wurde nicht nur geböllert, sondern auch aus Schreckschusspistolen gefeuert. Eine etwa 25-jährige Frau erlitt eine schwere Panikattacke und musste notärztlich behandelt werden. Dabei musste die Polizei einschreiten, um der Menschenmassen Herr zu werden und den Rettungsweg für die Einsatzfahrzeuge freizumachen. Zum aktuellen Vorfall hat sich die Polizei bislang noch nicht geäußert.