15-Kilometer-Ausgangssperre, weniger Privattreffen, schärfere Reise-Regeln: Das gilt ab jetzt bei uns

Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder am heutigen Dienstagabend das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie bekanntgegeben. Weil die Zahlen nach den letzten, leichten Verschärfungen nicht wirklich gesunken sind, wird es erstmal keine Lockerungen geben. Stattdessen werden die bisherigen Maßnahmen fortgesetzt und weitere Verschärfungen eingeführt.

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  • In Landkreisen, in denen in den vergangenen sieben Tagen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über 200 liegt, können die Bundesländer nun eine Ausgangssperre im Radius von mehr als 15 Kilometern um den Wohnort verhängen.
  • Zukünftig dürfen sich weniger Menschen privat zu Hause treffen als bislang. Zusätzlich zum Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes darf nun maximal eine weitere Person hinzukommen, die nicht im selben Haushalt lebt. Ob, wie in der Vergangenheit, Kinder von dieser Regelung ausgenommen werden, ist noch unklar.
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  • Die Schließung nicht lebensnotwendiger Geschäfte, das Bewirtungsverbot der Gastronomie und das Verbot privater Übernachtungen in Hotels und Pensionen wird bis mindestens 31. Januar verlängert. Während bislang Betriebskantinen vom Bewirtungsverbot ausgenommen waren, müssen diese nun auch schließen.
  • Der Lockdown an Schulen und Kitas wird bis Ende Januar verlängert. Eltern sollen bis zu 20 Tage im Jahr auf ihrer Arbeitsstelle frei bekommen, um während der Pandemie die Kinder zu betreuen. Bislang ist das nur bei Krankheit eines Kindes möglich und dann auch höchstens zehn Tage lang.
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  • Für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland gibt es schärfere Regelungen. Wer nach der Wiedereinreise einen negativen Corona-Test beibringt, muss sich trotzdem fünf Tage lang in Quarantäne begeben. Ob es wie bisher im Saarland eine Ausnahme für Aufenthalte unter 72 Stunden geben wird, ist noch unklar.

Wie immer wird das Gros der neuen Beschränkungen von den Ländern umgesetzt. Darüber, was im Saarland zukünftig gelten soll, hat sich Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch nicht geäußert. Auch, wann die neuen Regeln im Saarland in Kraft gesetzt werden, ist nicht bekannt.

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