Saarbrücken: Am gestrigen Sonntagabend zeigt Das Erste zur Primetime um 20.15 Uhr den jährlichen Saar-Tatort um das Ermittlerteam Schürk, Hölzer, Baumann und Heinrich. Im mittlerweile siebten Fall des Teams mit dem Titel „Das Böse in Dir“ geht es neben dem Lösen von drei Todesfällen auch wieder um die persönlichen Hintergründe des Ermittlerteams. Besonders beleuchtet wird in der Folge die Vergangenheit von Kriminalhauptkommissarin Esther Baumann, dargestellt von der Luxemburger Schauspielerin Brigitte Urhausen.
Doch die Tatort-Folge Nummer 1.329, zu der erstmals Daniela Baumgärtl und Kim Zimmermann das Drehbuch geschrieben haben, kommt nicht so gut bei den Zuschauern an, wie die vorigen Saar-Episoden: Bei den deutschlandweiten Zuschauern ab 3 Jahren holt „Das Böse in Dir“ zwar 26,3 Prozent Marktanteil und wird damit von 7,311 Millionen Zuschauern gesehen. Im Vergleich zu den Vorjahren verliert der Saarland-Tatort aber massiv.
Die vorherige Folge „Das Ende der Nacht“ hatten am 26. Januar 2025 bundesweit noch 8,157 Millionen Zuschauer gesehen, das entsprach einem Marktanteil von 29,1 Prozent. „Der Fluch des Geldes“ am 28. Januar 2024 hatte bundesweit sogar 9,045 Millionen Zuschauer. Mit einem Marktanteil von 30,2 Prozent war das die beste Quote eines saarländischen Tatorts seit 1993. Seitdem scheint es mit den Zuschauerzahlen weiter bergab zu gehen, und in den Kommentarspalten der sozialen Medien gibt es den ein oder anderen Hinweis darauf, warum das so ist. Von etlichen Nutzern wird der schlechte Ton beklagt, viele beschweren sich über „Genuschel“.
Das liegt allerdings nicht daran, dass zu viel Saarländisch gesprochen wird, unsere Heimatsprache kommt nämlich gar nicht vor – auch das bemängeln viele Zuschauer. Weiterer Kritikpunkt ist, dass regelmäßig „schrottige Dörfer“ zu sehen seien, was im Rest der Republik kein gutes Bild auf das Saarland werfe. Viel von der Kritik umsetzen werden die Tatort-Macher vermutlich nicht, denn die Dreharbeiten zur nächsten Episode starten bereits in weniger als zwei Wochen.
