Wieder Streiks: Saarbahn fällt wohl das ganze Wochenende aus

Saarbrücken: Fahrgäste von Saargemünd bis Lebach müssen sich an diesem Wochenende erneut auf mögliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Beschäftigten der Saarbahn zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft soll der Ausstand am morgigen Samstag um 3.20 Uhr beginnen und bis Montag um 3.20 Uhr andauern. Welche konkreten Auswirkungen der Warnstreik auf den Fahrbetrieb haben wird, ist bislang noch unklar. Bei früheren Arbeitsniederlegungen im Rahmen des aktuellen Tarifkonflikts war die Linie S1 jedoch vollständig ausgefallen. Ob dies auch diesmal der Fall sein wird, wurde nicht bekanntgegeben.

Der neuerliche Streik ist Teil der seit Wochen andauernden Tarifauseinandersetzung zwischen der GDL und der Arbeitgeberseite. Bereits mehrfach hatten Beschäftigte der Saarbahn in den vergangenen Wochen ihre Arbeit niedergelegt. Eine Einigung in den laufenden Tarifverhandlungen konnte bislang nicht erzielt werden. Die Gewerkschaft begründet den erneuten Warnstreik mit der ihrer Ansicht nach mangelnden Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber. In einer Mitteilung erklärt die GDL, man werte die „anhaltende Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite als bewusste Provokation und folglich als Fortsetzung des Konflikts“. Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft den Druck in den laufenden Verhandlungen erhöhen.

Inhaltlich fordert die GDL unter anderem Entgelterhöhungen und strukturelle Anpassungen im Gesamtumfang von acht Prozent. Diese sollen rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten. Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft eine Erhöhung dynamisierter Zulagen um ebenfalls acht Prozent. Weitere Forderungen betreffen zusätzliche Leistungen für die Beschäftigten. So setzt sich die GDL für die Einführung eines Weihnachtsgeldes in Höhe von 100 Prozent ein. Außerdem fordert sie eine Zulage für geteilte Schichten sowie eine sogenannte BOStrab-Zulage für Beschäftigte, die auf zwei Schienensystemen eingesetzt werden.