
Saarbrücken: Die registrierte sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat im Saarland zugenommen. Nach den aktuellen Zahlen für das Jahr 2025 wurden landesweit insgesamt 267 entsprechende Fälle erfasst.
Im Jahr zuvor waren es noch 239. Damit zeigt sich auch im kleinsten Flächenland eine Entwicklung, die sich bundesweit in steigenden Fallzahlen widerspiegelt. Deutschlandweit weist das aktuelle Lagebild des Bundeskriminalamtes mehr als 18.000 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen aus.
Besonders häufig sind Mädchen betroffen. Täter sind dabei nicht zwangsläufig Fremde: In vielen Fällen kommen sie aus dem persönlichen oder sozialen Umfeld der Betroffenen. Ein weiteres großes Problem bleibt die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs.
Bundesweit wurden mehr als 50.000 entsprechende Fälle registriert. Zwar gingen die Zahlen in diesem Bereich zuletzt etwas zurück, das Niveau bleibt jedoch hoch. Einen Teil der erfassten Fälle machen Aufnahmen aus, die von Minderjährigen selbst erstellt und anschließend über Smartphones oder soziale Netzwerke weitergegeben werden.
Bei einem Vergleich der Häufigkeitszahlen zeigt sich für das Saarland ein differenziertes Bild: Beim sexuellen Missbrauch von Kindern liegt das Land mit zwölf registrierten Fällen je 100.000 Einwohner unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Anders stellt sich die Situation beim sexuellen Missbrauch von Jugendlichen dar. Hier befindet sich das Saarland im Vergleich der Bundesländer im oberen Mittelfeld.

