Monatelange Sperrung einer unserer wichtigsten Bahnstrecken angekündigt!

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Saarland: Dem Saarland droht in den kommenden Jahren eine erhebliche Einschränkung seiner Verkehrsanbindung.

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Nach den derzeitigen Planungen der Deutschen Bahn soll die zentrale Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und Forbach – und damit die wichtigste Schienenverbindung des Saarlandes in Richtung Mannheim und darüber hinaus – für umfangreiche Sanierungsarbeiten zeitweise vollständig gesperrt werden.

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Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) warnt vor weitreichenden Folgen für Pendler, Unternehmen und den Wirtschaftsstandort. Nach den bisher bekannten Plänen soll die Strecke im Jahr 2028 für acht Wochen und im Jahr 2029 sogar für rund fünfeinhalb Monate komplett gesperrt werden.

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Betroffen wären sowohl der Regional- und Fernverkehr als auch der Güterverkehr. Für viele Reisende und Unternehmen würde damit die wichtigste Bahnverbindung des Saarlandes Richtung Rhein-Neckar-Region und in den Rest Deutschlands über Monate entfallen.

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Besonders kritisch sieht die VSU, dass die Sperrung ausgerechnet in eine Zeit fällt, in der auch der Straßenverkehr bereits massiv belastet ist. Die A620, eine der wichtigsten Verkehrsadern des Landes, wird aufgrund ihrer mehrjährigen Grundsanierung ohnehin stark eingeschränkt sein. Hinzu kommt der geplante Neubau der Fechinger Talbrücke, der die Verbindung in Richtung Mannheim über Jahre zusätzlich beeinträchtigen wird.

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Dadurch dürfte sich ein erheblicher Teil des Verkehrs von der Schiene auf die Straße verlagern – mit der Folge, dass sich die ohnehin angespannte Verkehrssituation auf den Autobahnen weiter verschärfen könnte. „Wenn Schiene und Straße gleichzeitig eingeschränkt sind, entsteht ein ernstes Standortproblem“, warnt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter.

Unternehmen seien auf verlässliche Verkehrswege angewiesen – sei es für den Arbeitsweg ihrer Beschäftigten, Geschäftsreisen, Kundenkontakte oder den Transport von Waren. Eine monatelange Unterbrechung der wichtigsten Bahnverbindung könne die Wettbewerbsfähigkeit des Saarlandes erheblich beeinträchtigen.

Die VSU fordert deshalb von der Deutschen Bahn, dem Bund und der Landesregierung ein eng abgestimmtes Baustellenmanagement. Dazu gehörten möglichst kurze Bauzeiten, leistungsfähige Ersatzverkehre sowie frühzeitige und transparente Informationen über die geplanten Maßnahmen. Nur mit einem schlüssigen Gesamtkonzept lasse sich verhindern, dass das Saarland während der Bauphase infrastrukturell ins Abseits gerät.

Dieser Beitrag wird bereitgestellt vom Medienverbund Saarland