
Neunkirchen: Ein größerer Polizeieinsatz hat am Sonntagabend (26. Juli 2026) im Neunkircher Stadtteil Wiebelskirchen für Aufsehen gesorgt. Rund um das Wohnhaus von Landrat Sören Meng (SPD) waren zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz.
Nach Angaben der Landespolizeidirektion waren neben Beamten der Polizeiinspektion auch Kräfte der Operativen Einheit (OPE) sowie Polizeihundeführer vor Ort. Auslöser waren gemeldete Knallgeräusche im Umfeld des Anwesens. Hinweise auf abgegebene Schüsse konnten nach Polizeiangaben jedoch nicht festgestellt werden. Die weiteren Ermittlungen hat der Staatsschutz übernommen.
Nach Informationen des Medienverbundes Saarland (zu dem Breaking News Saarland gehört) steht der Einsatz im Zusammenhang mit einer bereits seit Anfang Juli bestehenden Bedrohungslage gegen den Landrat und seine Familie. Nach entsprechenden Informationen, die unserer Redaktion vorliegen, soll gegen einen Mann aus Wiebelskirchen wegen des Verdachts von Bedrohungen ermittelt werden.
Der Beschuldigte soll gegenüber Dritten angekündigt haben, den Landrat töten zu wollen. Aufgrund der angenommenen Gefahrenlage fanden auch bereits mehrere Durchsuchungen bei dem Verdächtigen statt. Gleichzeitig wurde vom Amtsgericht Neunkirchen ein Näherungsverbot gegen den Beschuldigten verhängt.
Im Zuge der Ermittlungen beschäftigt die Behörden offenbar auch ein Flyer, der nach Informationen des Medienverbundes Saarland im Umfeld der Nachbarschaft verteilt worden sein soll. Darin wird der Beschuldigte namentlich genannt, der Wohnort genannt sowie ein Bild des Beschuldigten gezeig. Nachbarn werden gebeten, die Familie des Landrats zu informieren, falls der Mann in der Nähe gesehen wird.
Wer den Flyer erstellt oder verteilt hat, ist bislang nicht offiziell geklärt. Nach Informationen des Medienverbundes Saarland liegt in diesem Zusammenhang inzwischen eine Strafanzeige vor, die ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist.
Bereits bei dem Dorffest in Wiebelskirchen soll der Landrat unter Polizeischutz gestanden haben, unter anderem durch Zivile Beamte. Landrat Sören Meng erklärte gegenüber der Saarbrücker Zeitung, die Situation sei für ihn und seine Familie „belastend“ und „unerträglich“. Zu den laufenden Ermittlungen äußerte er sich nicht weiter.
Die Landespolizeidirektion bestätigte den Einsatz und die Übernahme des Verfahrens durch den Staatsschutz. Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
