Eppelborn: Ein 46 Jahre alter E-Scooterfahrer ist in der Nacht zum heutigen Sonntag in Eppelborn ums Leben gekommen. Das teilt die Polizeiinspektion Neunkirchen aktuell mit. Demnach entdeckt ein an dem Unfall nicht beteiligter Autofahrer am frühen Morgen gegen 4.10 Uhr den Verunglückten in der Straße Auf der Hohl. Der aus dem Ort stammende Mann liegt neben seinem E-Scooter auf der Fahrbahn.
Der Autofahrer alarmiert umgehend über Notruf die Rettungskräfte und beginnt auch geistesgegenwärtig selbst mit Reanimationsmaßnahmen. Rettungsdienst und Notarzt sind schon nach wenigen Augenblicken vor Ort und setzen die Wiederbelebung fort, doch der 46-Jährige erliegt noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, ist bislang noch völlig unklar, denn es scheint keine direkten Zeugen des Vorfalls zu geben. Auch, wie lange der Mann tot auf der Straße gelegen hat, ist noch nicht geklärt. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei nach derzeitigem Stand aus, die Ermittlungen dauern allerdings noch an.
Es ist leider nicht der erste tödliche E-Scooter-Unfall im Saarland: Anfang Juni 2023 starben in der Saarbrücker Innenstadt ein 16-jähriger Junge und ein 17-jähriges Mädchen, die zu zweit auf einem E-Scooter unterwegs waren. Gegen Mitternacht stießen sie an einer Kreuzung mit einem Auto zusammen. Der Roller fuhr trotz Rotlicht in die Kreuzung ein, dem 46 Jahre alten Autofahrer wurde zu hohes Tempo vorgeworfen. Er musste sich wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen vor dem Amtsgericht Saarbrücken verantworten.
Deutschlandweit steigt die Zahl der E-Scooter-Unfälle deutlich: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2025 rund 16.500 Unfälle mit E-Scootern, bei denen Menschen verletzt wurden. Das ist ein Plus von gut 38 Prozent. 38 Menschen kamen ums Leben, nach 27 im Jahr zuvor. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren liegt der Anstieg sogar bei 75 Prozent.
Auch das Universitätsklinikum des Saarlandes warnte Ende September vor immer mehr Unfällen mit E-Scootern. Die Ärzte berichten von schweren Verletzungen bis hin zu Schädelbrüchen und Schädel-Hirn-Traumata.


