Waldmohr: Mit einem Laserpointer hat ein betrunkener Lastwagenfahrer auf der A 6 an der Grenze zum Saarland einen Autofahrer geblendet. In der Nacht zum heutigen Freitag richtet der 39-jährige Trucker den Laser während der Fahrt mehrfach auf einen 24 Jahre alten Autofahrer. Der dadurch geblendete Mann alarmiert die Polizei, die den Lkw-Fahrer wenig später gegen Mitternacht auf der Autobahn stoppt.
Bei der Kontrolle des Fernfahrers auf der Autobahn in Fahrtrichtung Saarbrücken schlägt den Beamten dann eine Alkoholfahne entgegen. Der freiwillige Atemalkoholtest zeigt bei dem 39-Jährigen einen Wert von einem Promille an. Die Einsatzkräfte finden außerdem den Laserpointer und stellen ihn sicher.
Dem Lkw-Fahrer wird anschließend eine Blutprobe entnommen, gegen ihn wird ein Strafverfahren eingeleitet. Rechtlich ist so eine Laserattacke eine schwerwiegende Sache: Gefährdet das Blenden die Sicherheit im Straßenverkehr und damit Leib und Leben anderer, kann es als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gewertet werden. Darauf stehen laut Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei schweren Gesundheitsschäden sogar bis zu zehn Jahre Knast.
Denn aus medizinischer Sicht kann ein Laserstrahl im Auge sehr gefährlich wirken: Am Steuer kann schon eine kurze Blendung dazu führen, dass Fahrer für Sekunden nichts mehr sehen. Aus kurzer Entfernung kann ein starker Laser zudem die Netzhaut dauerhaft schädigen.
Der aus dem östlichen Ausland stammende Lastwagenfahrer kommt nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Weil der Mann keinen Wohnsitz in Deutschland hat, muss er vorher noch eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro zahlen. Die Ermittler suchen nun nach weiteren möglichen Geschädigten. Hinweise nimmt die Autobahnpolizei Kaiserslautern unter 06 31 / 36 91 18 50 entgegen.

