Landstuhl/Homburg: Nach der Gewalttat im Regionalexpress nach Homburg, bei der ein Schaffner lebensgefährlich verletzt worden ist, meldet sich nun Evelyn Palla, die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, zu Wort. Im sozialen Netzwerk LinkedIn schreibt die 52-Jährige am Nachmittag: „Ich bin entsetzt und empört über die schreckliche Gewalttat gegen unseren Kollegen. Serkan C. hat am frühen Montagabend nur seinen Job gemacht:
Er hat als Kundenbetreuer im Nahverkehr bei DB Regio Fahrkarten kontrolliert. Dabei wurde er auf der Fahrt zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken von einem Fahrgast ohne Fahrkarte auf brutalste Weise angegriffen. Er liegt aktuell im Krankenhaus, die Ärzte kämpfen um sein Leben.“ Wie genau der 36-Jährige attackiert wurde und ob dabei eine Waffe wie etwa ein Messer im Spiel war, hat die Polizei bislang noch nicht bekannt gegeben. Klar ist aber: Der Täter muss äußerst brutal vorgegangen sein.
Der Zugbegleiter war bereits tot, musste von anderen Fahrgästen ins Leben zurückgeholt werden, während der Zug den nächsten Bahnhof in Homburg ansteuerte, wo der Rettungsdienst die Versorgung des Mannes übernahm. „Meine Gedanken sind bei der Familie von Serkan C., seinen Freunden und seinen direkten Kolleginnen und Kollegen der Einsatzstelle Mannheim“, schreibt die Bahn-Chefin. Und berichtet von weiteren Details aus dem Regionalexpress:
So sei es ein Bundeswehrsoldat gewesen, der umgehend erste Hilfe geleistet habe. Ihm sowie der Bundespolizei und den Ärzten dankt Palla für ihr schnelles Handeln und ihren Einsatz. Und erklärt, dass Gewalt gegen Bahn-Mitarbeiter generell zunimmt: „Die Hemmschwelle für Gewalt in unserer Gesellschaft sinkt. Jede Form von Gewalt in unserer Gesellschaft ist völlig inakzeptabel. Wir müssen und werden zusammen mit Arbeitnehmervertretern und Partnern zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen noch mehr tun. Taten wie diese müssen uns alle wach rütteln.“
