Behörde bestätigt: Ermittlungen gegen dritten Verdächtigen nach Polizistenmord

Kusel: Im Fall des Polizistenmords von Kusel Ende Januar ermitteln die Behörden nun gegen eine dritte verdächtige Person. Das hat der Leiter der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern, Udo Gehring, dem Saarländischen Rundfunk am heutigen Donnerstag bestätigt. Bislang bekannt gewesen sind nur Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Todesschützen Andreas S. wegen zweifachen Mordes und seinen mutmaßlichen Jagdgehilfen Florian V. wegen Wilderei.

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Bei der dritten Person, die nun mit im Fokus der Ermittler steht, handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um die Person, auf deren Waffenbesitzkarte die aufgefundenen Tatwaffen der Polizistenmorde registriert sind. Das Magazin Spiegel hat in der Vergangenheit behauptet, dass es sich dabei „wohl“ um die Ehefrau von Andreas S. handele.
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Um wen es sich bei der dritten verfolgten Person handelt, sagt die Staatsanwaltschaft aber nicht. Vorgeworfen werden dieser dritten Person fahrlässige Tötung, außerdem auch Verstöße gegen das Waffenrecht: Die beiden Tatwaffen, ein Jagdgewehr Marke Bergara sowie eine doppelläufige Schrotflinte, sollen nicht vorschriftsmäßig gelagert und gesichert gewesen sein.
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Nur deshalb sollen die Morde überhaupt möglich gewesen sein. Weil die Ermittler derzeit nicht mehr davon ausgehen, dass Florian V. an den Morden von Alexander Klos und Yasmin Bux beteiligt gewesen ist, befindet sich der Verdächtige mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Auch die dritte Person, gegen die nun Ermittlungen laufen, ist derzeit nicht in Untersuchungshaft.
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Lediglich der Hauptverdächtige Andreas S. sitzt in der Justizvollzugsanstalt im rheinland-pfälzischen Frankenthal ein und wartet im Knast auf seinen Prozess. Die Anklageerhebung soll in der kommenden oder der übernächsten Woche erfolgen. Prozessauftakt vor dem Landgericht in Kaiserslautern könnte dann am 21. Juni sein. Die Justiz stellt sich auf einen langwierigen Prozess mit zahlreichen Verhandlungstagen ein.

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