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Bundespolizei nimmt gesuchten mutmaßlichen Kindervergewaltiger fest

Saarbrücken: Fahnder der Bundespolizeiinspektion Bexbach führen gestern Abend im ICE 9559 von Paris nach Mannheim eine Kontrolle durch. Als der Zug gerade in Saarbrücken ist, fällt den Beamten ein junger Mann auf. Bei einer Kontrolle stellt sich heraus, dass der Mann keinerlei Einreisedokumente bei sich hat. Auch sonst hat er keine Identitätspapiere bei sich. Weil der Verdacht der unerlaubten Einreise besteht, muss der Mann aus dem Zug aussteigen.
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Auf der Polizeidienststelle wird er erkennungsdienstlich behandelt. Beim Vergleich der Fingerabdrücke mit den internationalen Fahndungslisten spuckt der Computer einen Treffer aus. Demnach handelt es sich bei dem Mann um einen 26-jährigen Flüchtling aus dem Irak. Für ihn gibt es eine internationale Fahndungsnotierung der finnischen Behörden, die mit europäischen Haftbefehl nach ihm suchen.
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Denn dem Mann werden schreckliche Taten vorgeworfen. Er soll im vergangenen Jahr in der finnischen Küstenstadt Oulu in mehreren Fällen und über einen längeren Zeitraum ein 13 Jahre altes Mädchen vergewaltigt haben. Die Bundespolizisten erklären dem Verdächtigen die Festnahme und bringen ihn ins Polizeigewahrsam.
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In enger Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Behörden erfolgt auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken die Vorführung des Tatverdächtigen bei einem Haftrichter beim Amtsgericht Saarbrücken. Der erlässt gegen den 26-Jährigen einen Auslieferungshaftbefehl. Der Iraker wird sich nun wegen seiner Taten in Finnland verantworten müssen.

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