Corona-Zahlen explodieren: Anke Rehlinger für 2G-Regelung, auch Tobias Hans nicht dagegen

Saarbrücken: Wer im Saarland bestimmte Innenbereiche besuchen möchte, muss sich dabei an die 3G-Regeln halten. In Restaurants oder zu Veranstaltungen in Hallen darf man nur gehen, wenn man gegen Corona geimpft ist, von einer Infektion genesen ist oder einen aktuellen negativen Test nachweisen kann. Weil die Infektionszahlen bundesweit aktuell aber stark ansteigen, gelten in einigen Bundesländern verschärfte Regelungen:

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So sind in Sachsen, Teilen von Bayern und bald wohl auch in Thüringen 2G-Regeln in Kraft. Das bedeutet: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss etwa in der Gastronomie draußen bleiben – auch mit negativem Corona-Test. Hintergrund ist, dass die Antigen-Schnelltests nicht alle Corona-Infektionen zuverlässig nachweisen. Für eine 2G-Regelung spricht sich daher nun auch Saar-Vize-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) aus.
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Sie sagt, man müsse über „den Zugang nur für Geimpfte und Genesene in bestimmten Bereichen wie Diskotheken, Veranstaltungen in Innenräumen und Gastronomie nachdenken.“ Sogar für Arbeitnehmer in bestimmten Berufen kann sie sich 2G-Regeln am Arbeitsplatz vorstellen. Allerdings ist nach Rehlingers Einschätzung jetzt nicht der Zeitpunkt, das zu entscheiden. Einen Lockdown für alle lehnt sie ab:
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Es darf „keine massiven Einschränkungen mehr für jene geben, die sich mit ihrer Impfung solidarisch gezeigt haben.“ Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich bereits im September einer 2G-Regelung nicht abgeneigt gezeigt. Dieses Modell ist für ihn nicht auszuschließen, „wenn es hart auf hart kommt.“
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Wann genau das der Fall sein wird, sagte Hans damals nicht. Derzeit gelten im Saarland trotz massiv steigender Infektionszahlen, steigenden Todes- und Hospitalisierungsraten die 3G-Regeln in Innenräumen. Wie Rehlinger spricht sich auch Hans klar gegen einen weiteren Lockdown für alle aus. Den werde es mit ihm nicht geben: „Das ist für mich unumstößlich.“

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