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Der seit 2016 vermisste Adriano (19) wurde ermordet, Verdächtiger (22) in U-Haft

Kleinblittersdorf: Der 19-Jährige Adriano G. verschwand im letzten Jahr am frühen Morgen des 14. August nach einer Party in der Oberdorfstraße. Intensive Suchmaßnahmen der Polizei ergaben, dass sich der Verschwundene mit einem damals noch unbekannten Begleiter auf der Party aufgehalten und die Party auch gemeinsam mit ihm verlassen hatte. Die beiden jungen Männer fuhren laut Zeugen mit dem Van oder Kombi des unbekannten Begleiters davon. Trotz umfangreicher Nachforschungen und einer Öffentlichkeitsfahndung der Polizei blieb Adriano spurlos verschwunden, aber Ermittlungen im Umfeld des Vermissten ergaben, dass er wohl Opfer einer Straftat wurde. Dann der Durchbruch: Der Party-Begleiter des Vermissten, ein 22-jähriger Rheinland-Pfälzer, konnte ermittelt werden. Auch sein Van, ein silberner Seat Alhambra, konnte nach intensiver Recherchen gefunden, sichergestellt und kriminaltechnisch untersucht werden. Die Hinweise gegen den Mann verdichteten sich, sodass ein Haftbefehl wegen Mordes erwirkt wurde. Seit 14. Juli sitzt der Pfälzer in der JVA auf der Lerchesflur in Saarbrücken in Untersuchungshaft. Nach weiteren Ermittlungen, unter anderem der Auswertung von Telefondaten und WhatsApp-Nachrichten, konnte ein weiterer Mann (31) aus Rheinland-Pfalz ermittelt und gestern vernommen werden. Er sagt, dass er dabei war, als der 22-Jährige den vermissten Adriano bei einer Waldhütte an der Landesgrenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz im Seat erdrosselte. Anschließend wurde die Leiche des 19-Jährigen in einem französischen Waldgebiet zwischen Zweibrücken und Bitch versteckt. Gemeinsam mit französischen Beamten wurde das Waldstück bei Breidenbach gestern durchsucht, man fand die Überreste einer Leiche, vermutlich ist es Adriano. Die aufgefundenen menschlichen Überreste werden im Laufe der kommenden Woche bei den französischen Behörden mit Rechtsmedizinern aus Homburg untersucht. Aus dem Polizeibericht: „Bemerkenswert ist der Umstand, dass eine Vielzahl von Personen, die in Teilen von der schreckliche Tat Kenntnis hatten (wenn auch nur vom Hören-Sagen), sich nicht in der Verpflichtung sahen, ihr Wissen an die Polizei weiterzugeben.“

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