St. Ingbert: Einen denkbar ungünstigen Platz für seine Aktion hat sich ein junger Mann jetzt in St. Ingbert ausgesucht. Seinen wahllosen Angriff auf Passanten hat der 26 Jahre alte Randalierer am heutigen Mittwochvormittag ausgerechnet unmittelbar vor dem Dienstgebäude der Polizeiinspektion der Mittelstadt.
Nach bisherigen Erkenntnissen kommt es gegen 11.20 Uhr zu dem Zwischenfall: Der 26-Jährige geht dabei offenbar ohne erkennbaren Anlass auf Passanten in der Kaiserstraße los. Als erstes gerät ein 73-jähriger Mann ins Visier des Beschuldigten. Der Senior wird von dem 26-Jährigen zu Boden geschubst und zieht sich dabei mehrere Schürfwunden zu.
Kurz darauf stellt sich eine 34-jährige Frau dem Mann in den Weg. Auch sie wird von dem Beschuldigten zu Boden gestoßen und verletzt. Beide Passanten müssen nach dem Vorfall medizinisch versorgt werden. Während der 26-Jährige zunächst vom Ort des Geschehens flüchtet, dauert es nicht lange, bis Polizeibeamte auf die Tat vor ihrer Dienststelle aufmerksam werden. Die Einsatzkräfte können den Täter auch schnell ausfindig machen, er wird unweit der Polizeiinspektion entdeckt und festgenommen. Dabei leistet er nach Angaben der Polizei keinen Widerstand.
Im Zuge der weiteren polizeilichen Maßnahmen stellt sich heraus, dass sich der 26-Jährige offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Nach Abschluss der Maßnahmen wird er deshalb in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht. Dort kann dem Mann nun professionell geholfen werden.
Für die beiden verletzten Passanten endet der Zwischenfall nach einer Behandlung durch den Rettungsdienst mit einem Transport ins Krankenhaus: Sowohl der 73-Jährige als auch die 34-Jährige werden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Gegen den 26-Jährigen werden nun entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
